Zur Blog-Hauptseite Zur Hauptseite von Avepozo Flat von Peter Herrmann, ab dem 27. Februar 2020
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nix
Kuriositäten
  Hangar

 

Weil das Foto von der vorigen Seite so schön gelungen ist, soll es als Wiederholung einen Übergang bilden.

Der Trubel der Wahl war noch nicht zu Ende, kommt der welsche Nachbar von oben, Freund und Informant der Bananendiebe, auf die kuriose Idee, auf dem gemeinsamen Parkplatz der Nacht einen Hangar für sich gestalten zu lassen.

Hangar

Viren

Kids

BateauVi

Der Schlaf

Hackendealer

Oma

Fischrösterei

Nix los

Weltfrauentag

Viruswahl

helden der Arbeit

Togoische Helden der Arbeit.

Klopapier

Totenkopf

Guten Tag

Eine Lage geflochtener Palmenmatten, darauf eine schwarze Plastikplane und damit es wieder schön aussieht, eine Lage Palmenmatten oben auf. Sie sind sehr schwierig zu befestigen. In Ermangelung einer Leiter steigt der Eine auf des Anderen Schulter, der auch die wackelige Stange im senkrechten Lot hält. Das Gewicht des Dünnen oben könnte schon reichen, die Konstruktion in Richtung links zu Fall zu bringen.

Merkel, A.

Bekannt-machung

Work in Progress

Alles wackelt wie ein Kuhschwanz

 

Die Palmenmatten haben, in der Senkrechte angebracht, eine Wasser abweisende Dichte, schützen vor Sonne und lassen doch ein wenig Luft durch. In diesem besonderen Falle schützen sie auch vor Sonne, haben allerdings in der horizontalen zusammen mit der Plastikplane eine Wasser speichernde Wirkung und lassen auch keine Luft mehr hindurch, was in der Regenzeit Fäulnis begünstigt und Heimstatt vielerlei Insekten werden wird. Jedenfalls so lange die Architektur standhält.

 

idyllische Ansicht

So sieht es doch richtig schön aus. In dem vom Autor gepflegten Garten

 

Exotisch sieht es aus. An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass die beiden indigenen Heroen der Arbeit, ohnehin schon die günstigsten im Viertel, erstens auf ein Minimum im ihres sonst üblichen Preises gedrückt wurden und zweitens einen anderen Vorschlag bezüglich der Ausführung gehabt haben. Normalerweise geht eine ausreichende Schräge für Wasserabfluss in Richtung des Hofes und nicht der Mauer.

 

minimale Dachneigung

Dachneigung

 

Dachschräge. Der geneigte Betrachter möge nun den Beachter spielen. Zur Wiederholung. Eine Lage Palmenmatten, eine schwarze Plastikplane und wieder obenauf die Palmenmatte. Ein schöner Tropenregen macht die Matten schwer. Die Mitte beginnt sich nach unten zu wölben und je mehr sie das tut, desto weniger fließt an dieser sehr bescheidenen Neigung ab.

Die Arbeiter wiesen darauf hin. Jedoch, der Auftrageber, dessen Passionen in regelmäßigem Chaos enden, bestand auf seine ästhetischen Eingebungen. Holt er einen Maurer, überschwemmt das Regenwasser meine Wohnung. Holt er einen Klempner, habe ich wiederum gar kein Wasser mehr. Auch nicht in den Leitungen. Holt er einen Elektriker, so geht bei mir nichts mehr. Seine maghrebinisch-banlieuische Auffassung davon, als Auftragsgeber der Herr Big Boss aller Entscheidungen zu sein und so zu tun, als besitze er so etwas wie Fachwissen, führen zu regelmäßigem Streit.

Er bekommt eine Empfehlung eines guten Arbeiters. Den schreit er an, weil er zu teuer sei. Darauf hin lässt er noch einen kommen und noch einen. So lange bis er einen Stümper hat, der zu allem Ja und Amen sagt, weil er dringend einen Auftrag braucht für egal welches Geld.

 

Der Blick darunter

Es geht noch

 

Beginnen wir nun mit einem Blick unter die Kulissen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es geht noch einigemaßen normal zu.

 

Holzverbindung

Holzverbindung

 

Doch dann kommen wir der Sache näher. Wir sehen etwas, dass man hier im frankophonen "couper-clouer" nennt. Das heißt in etwa: "Hau es ab und nagle". Drei mitgebrachte Werkzeuge kommen zum Einsatz. Ein Fuchsschwanz, eine Machete und ein Hammer.

 

Holzverbindung

Man beachte den Nagel, der nicht durch den Astverwuchs wollte

 

Wir kommen der Sache noch näher. Dies ist nicht, was wir im alemanischen unter hoher Zimmermannskunst verstehen, sondern das ist Pfusch im kaum mehr vorstellbarem Extrem. Der obere Balken liegt auf einem Verwuchs des senkrechten auf. Zufällig, weil nichts ausgemessen, kommt genau darüber ein abgesägter Ast im horizontalen Holzprügel. Da müsste man schon bohren um da durchzukommen. Ein Nagel tut es jedenfalls nicht. Doch wie, ohne Bohrer, den man sich bisher nicht als Betriebskapital zulegen konnte?

 

Holzverbindung

Auch gut

 

Ein weiterer der vier Stützbalken. Theoretisch nennt man auch dies hier eine Holzverbindung. "Holz trifft aus drei Richungen aufeinander und will sich trotz Drohung einer Machete nicht verbinden", wäre jedoch korrekter. Abgesägt, mit der Machete hurtig hurtig ein wenig ausgekerbt und zwei Nägel, die bis zur Abnahme halten und für die man sogar noch drei Tage Garantie geben kann. Es ist gerade windstille Trockenzeit.

Für handwerklich nicht so sehr versierte Betrachter noch einmal den Hinweis: Diese sehr lose Verbindung trägt in Kürze, in der Regenzeit, ein Wassergewicht von von 50 bis 100 Kilo und wird von heftigen Winden gedrückt und geschüttelt

 

le travail de Marc Lallet

Man beachte auch hier den Nagel.

 

Man kann sich gar nicht sattsehen. Noch eine von vier Stützen. Die Vorstellung einer Kamera um bei Sturm und Regen die harmonischen Bewegungen der drei Stangen zueinander mitverfolgen zu können ist verführerisch.

Als ich den falschen Multi-Kulti-Franzosen mit algerischer Abstammung und nigrischem Pass freundlich darauf hinwies, dass er nicht nur die Parkanlage unabgesprochen dominiere, sondern auch einen Pfusch in die Wege geleitet hätte, der im Fallen in zwei Richtungen gehen könnte, lachte er nur hämisch. Eine der zwei Richtungen, die eher wahrscheinliche, geht dahin wo mein Auto steht. Es nötigte ihm nur den von Marihuana und Anisschnaps trainierten Humor ab, dass er dann natürlich ein nagelneues Auto kaufen würde. Er fand das nicht nur provozierend, sondern witzig und schlagfertig.

 

labile Querstrebe

Man beachte auch hier die Nägel. "Cut am, nail am"

 

Es ist einfach zu köstlich im Extrem. Was hier wieder so idyllisch scheint, ist das nächste Kuriosum. Beim Wareneinkauf hat sich jemand ein wenig vertan und einen so genannten Verschnitt nicht einberechnet. Sie ahnen wer da sparte? Jedenfalls ging bei der letzten Querstrebe das Material zur Neige und man musste eine Holzverbindung schaffen, damit es von links nach rechts auch reichen möge. Weil die Nägel ein wenig zu kurz für dieses Anliegen waren, wurden mal kurz mit der Machete ein paar Aussparungen geschaffen und genagelt. Dass die Längsstrebe auf dem neuralgischen Punkt in der Mitte der zurechtgenagelten Querstrebe aufliegt, dürfte in Unkenntnis des Wortes Statik zum Vergessen dieses Umstandes beigetragen haben. Diese mittlere Längsstrebe ist diejenige, die die verantwortungsvolle Aufgabe innehat, das bald gestaute Wasser zu tragen.

Sollte dieser neuralgische vor den Ecken den Geist aufgeben, wäre dies ein Glück für mich.

 

Holzverbindung

So sieht die gefahrvolle Realität aus

 

Kippt der Hangar weg von der Wand, wäre des falschen Welschen eigenes Auto leicht beschädigt und meine Enduro auch. Fällt der Hangar gleichmäßíg nach hinten ab, muss Kühlerhaube und Windschutzscheibe den Pfuschzoll zahlen. Glück hätte ich, wenn durch die Wasserlast und Verwindung des Hangars Dach mittig in sich zusammenbricht und auf dem Dach des welschen Autos zum liegen kommt. Noch mehr Glück hätte ich, wenn der Hangar fällt, solange mein Auto woanders ist.

Mir fehlt das Geld für Umzug.

Nachtrag graue kleine Linie

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Der alte Mann schimpfte (schumpf?) wie ein Rohrspatz. Als er von der kleinen Freundin erfuhr, dass wir uns über seine Arbeit amüsiert und Bedenken hätten, dass der dynamisch wippende Hangar, der sich bereits das erste Mal mit Wasser füllte, keinen langen Bestand hätte, legte er los. So einen Pfusch würde er normalerweise nie machen. Er sei schon bei der Arbeit stinkesauer gewesen, weil der Depp von Auftraggeber dauernd auf etwas bestand, was so nicht geht.

"Couper, clouer" ist der togoische Fachbegriff für Pfusch. Im Niger ist die Bezeichnung dafür "Travaille arabe". Nun ist Niger als Land nicht bekannt für hochspezialisierte Arbeit. Umso mehr wundert "arabische Arbeit" im Sinne von "Arab-Pfusch". Wer allerdings Algerien, also die eigentliche Herkunft des falschen Franzosen kennt, der weis wie die Floskel entstand. Der kann auch ethnisch und arbeits-ethisch unterscheiden zwischen Arab, Berber und Pied Noir. Das ist halt wie in Berlin auch. Wenn sie dort die Auswahl machen müssen zwischen einem Berliner Handwerker und einem schwäbischen, brauchen sie zwei Sekunden für den freundlichen, zuvorkommenden, qualifizierten, fair bepreisten Schwaben. Dieselbe Entscheidung Berliner versus Sachse. Na? Brauch ich auch nur zwei Sekunden. So ist das mit den Arabs ... kennat nix ond wissat alles besser. Ond zum Schluss bscheisset se de no.

nix
Viren der Spahn'schen Grippe 1.3.2020

 

Wie jeden Sonntagvormittag ist Flucht vor der nigerianischen Kirche in der Nachbarschaft angesagt. Ich ziehe den Verkehrslärm in einem leeren Cafe an der Nationalstraße Nummer Zwei dem Geschrei und Gegröhle diesen disharmonischen Gottesanbetern bei Weitem vor. Die im Übrigen noch gar nicht ahnen, dass sie niemals in den Himmel zugelassen werden. Wer Gott schon zu Lebzeiten so dermaßen impertinent anbrüllt, bekommt eine schalldichte Sauna in der Hölle mit einem Endlosloop des eigenen Lärms.

Bevor ich nun also zum schreiben kam, las ich ein wenig in der deutschen Medienlandschaft herum. Kein Entrinnen. Panik, Pandemie und ausverkaufter Mundschutz. Jeder einzelne Erkrankte und Erkranktin und m|w|d Erkrankende werden minutiös aufgelistet und nach Länderhirarchie katalogisiert. Ein ehemaliger Bankbeamter ist oberster Koordinator und wird vermutlich nach Leyenschem Vorbild Mackinsey zur Beratung rufen. Dosenravioli und Hamster sind seit Tagen ausverkauft.

So sitz ich also und schaue mir Sammeltaxis an. Toyota oder Hyundai. Kategorie Kleinwagen, vorne drei Personen, hinten vier. Zwischengedrückte Kinder extra. Bis Mundschütze hier auftauchen, muss zuerst der Second-Hand-Markt abgewartet werden. So ein Container braucht aus Rotterdam bis zur Abfertigung etwa drei Wochen. Ausnahmsweise kann China diesmal nicht profitieren. Noch kein einziger Mundschutz den ganzen Sonntagmorgen. Auch nicht in den vorbeifahrenden Bussen, in denen mit Rasseln und Halleluja der Schöpfer fahrend gepriesen wird. Alles bewegt sich, als würde der Tod nicht unerbittlich lauern wie in Deutschland.

Genau jetzt !!!! Wie ich schreibe, schlurgt ein Durchgeknallter barfuß in abgerissenen Klamotten mit wilder Rastafrisur vorbei. Ich glaub es kaum und verwackle prompt. Er freut sich über 100 Franc. Ein Wunder. Ein Wunder. Ein Mundschutz.

 

Rasta mit Mundschutz

Er lächelt

 

Eine erste Aufklärung von einem kongolesischen Doktor aus Frankreich kursiert in Afrika bereits über WhatsApp. Er sagt darin in herrlichem französisch mit Regenwaldakzent, dass man die französische auf die Backen Knutscherei nun mal besser sein lassen sollte und auch wenns unhöflich scheint, die Hand geben einschränken. Beides kommt mir sehr entgegen. Dieses welsche Wange an Wange reiben mit Schmatzgeräuschen, das es schon in die sich kosmopolitisch gebenden Kreise der Grünlinken geschafft hat, schien mir schon immer befremdlich. Hand geben bedeutete ja, "ich habe keine Waffe in der Hand". Jetzt bedeutet Nichtgeben: "ich will dir freundlicherweise nicht den Tod übertragen". Man verbeugt sich nun leicht voreinander und lächelt ein wenig. Wie der Rastamann. Genügt doch. Geldübergabe bleibt noch ein Problem. Die Münze hätte kontaminiert sein können.

Ein tolles Rezept hat der Kongodoktor. Ein altes Malariamittel, das eigentlich schon aus dem Verkehr gezogen wurde, weil alle Erreger mittlerweile resistent sind, wäre das probate Mittel

 

Ex_Malariamittel

So sieht die eventuell heilende Realität aus

(Nachtrag 20.3.2020: Resochin und Nivaquine funktionieren genauso prächtig)

Die Leser dieser Seiten sind ja schon krude Theorien gewohnt. Eine weitere ist, dass es den Togoern deshalb schnurzwurstegal ist, weil der Virus ihnen nämlich nichts kann. Hier ist gerade die Harmattan-Saison vorbei, in der Sahara-Staub auf die Lunge geht und viele Menschen mit Erkältungen und Grippen geniest, genossen und gehustet haben. Das ist vorbei. Also sind sie jetzt resistent. Die Lunge ist jetzt hart im nehmen. Ausserdem ist das Risiko hinwegzuverscheiden mit zwei Prozent nach Infektion sehr bedeutend geringer riskant als Autofahren. Ausserdem wachsen die Kinder hier nicht so Keimfrei auf wie im durchdesinfizierten Deutschland und ausserdem sind sowieso fast alle unter Zwanzig, was das Risiko schon alleine deshalb auf 0,5 % drückt.

Noch ein Mundschutz !!!!

Ein heller libanesischer Depp sieht in seinem Auto so aus, als will er sich wichtig machen.

Sollte jemand versterben, so wird man nicht wissen warum. Es war eben Gott, der zu sich gerufen hat. Es gibt allerlei Gründe, gerne in Togo zu leben. Es wird weiterhin sehr viel gelacht.

  graue kleine Linie

 

Zu den schönsten afrikanischen Kuriositäten gehören zweifelsfrei Überladungen. Auf der Mundschutzlauer liegend, kam dieses schöne Beispiel vorbeigebrummt.

 

Überladen

Es brummt

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Na? Wo ist der Kopf des Lastenmotorradfahrers? Auch von der anderen Seite ist er fast nicht zu sehen. Raffiniert, wie er links und rechts noch Sehschlitze ausgespart hat, damit Fahren auf der Hauptverkehrsstraße sicher ist.

nix
Avenue Madiba 01.03.2020

 

Sonntags in der kleinen Stadt. Keine Spinne Langeweile, die Fäden spinnt und ohne Eile, giftig grau die Wand hochkriecht ....

Es riecht auf der Avenue Madiba nicht nach blank und frisch gebadet und man friert auch nicht vor Gemütlichkeit wie weiland Franz Josef Degenhardt.

 

Straßenszene

Halligalli auf der Avenue

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Es gibt keine Spielplätze in Avepozo. Für die vielen vielen Kinder gibt es ausreichend Straßen. Hier erschrecken gerade zehnjährige Jungs, die ihre Gesichter mit dem T-Shirt vermummten, kleinere Mädchen, die sich sich gern erschrecken lassen. Ganz links unten noch sichtbar: Das Bier des Fotografen, der sich in der Eckkneipe seines derzeitigen Vertrauens aufhält.

Nichts besonderes. Einfach nur ein Sonntagnachmittag wie viele andere Sonntagnachmittage. Kinder sitzen nicht zuhause vor dem Computer und chaten in asozialen Netzen. Sie haben keine schweren Fußbälle, mit denen sie an Garagentoren nerven. Sie kommen, gehen, wechseln sich ab. Mal machen die Mädchen ihr Geschicklichkeitshüpfen mit klatschen, dann gibt es Wettrennen. Mal plärrt ein Bengel, selten gibts eine Keilerei. Dann teilen fünf Kinder ein Fahrrad. Erwachsene greifen kaum in etwas ein. Es sei denn, es kommt ein Auto und die Kids sind nicht schnell genug auf der Seite. Dann gibts einen kurzen Anschiss. Es ist nicht wie in Deutschland, wo man mal einem Balg seine Grenzen erläutert und gleich von so einer alleinerziehende Furie angepflaumt wird, man solle sich nicht in ihre Erziehung mischen. In Avepozo sind Eltern froh, wenn andere ihre Aufgabe übernehmen. Dann kann man die Kids viel leichter rauslassen und wird nicht sofort wegen Aufsichtspflichtverletzung angeklagt.

nix
BateauVi 2.3.2020

 

Die Baubestimmungen in Togo sind nicht streng wie in Deutschland, wo Gesetze, Verbote, Auflagen, Konformitäten, Brandschutz, Wärmedämmung, Stilvorgaben, Stockwerkhöhe, Kipp- und Kippstellfenster und Tritthöhe von Kellertreppenstufen so ausgelegt sind, dass der Staat ein Optimum an Nase hineinstrecken und Geld herausholen praktizieren kann. Andrerseits Architekten Preise dafür gewinnen, dass sie die größtmögliche nicht nutzbare Menge von Raum umbauen. Togo ist anders. Fast jedesmal wenn Sie ein Haus betreten, werden Sie ein Detail entdecken wo Sie denken: Nee. Nee, wirklich? Kann das so gehen? Darf man das?

Nun sehen Sie eines der bekanntesten Bauwerke in Avepozo:

 

BateauVi - Das kleine Schiff in Avepozo

Schöner Wohnen

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BateauVi - Das kleine Schiff.

Da es in Togo fast keine Straßennamen gibt, haben Orientierungspunkte Namen. Wenn Sie sich in ein Sammeltaxi in Lomé in Richtung Avepozo setzen, müssen Sie nur sagen: Avepozo, BateauVi. Dann weis der Fahrer alles wichtige und lässt Sie an der entsprechenden Kreuzung raus, was Sie umgerechnet 50 Cent kosten wird. Von diesem wunderschönen, bewohnten Bauwerk sind es noch 200 Meter bis zu dem Biergarten mit dem inoffiziellen Namen "Sous l'arbre" - "Unter den Bäumen" in der übersetzten Pluralmutation. Dann rufen Sie Herrmann umsonst mit WhatsApp an und sagen: "Ich bin jetzt da."

Okay? Alles klar? Sowieso. Genau !

nix
Der Schlaf - Die Schläfin 03.03.2020

 

Es wird anders übernachtet in Zonen mit anderem Klima. Der Schlaf hat einen anderen Stellenwert und wird auch gerne tagsüber in kürzeren und längeren Intervallen gepflegt. Dort wo Klimaanlagen brummen, wird es zunehmend westlich. Das heißt, ein definierter Platz in vorgegebener Richtung mit etwas schwerem, das man über sich drüber legt und versucht, es nicht verrutschen zu lassen. Doch dort, wo man mit den traditionellen Temparaturen versucht zu harmonieren, wird der Schlaf als solches eben etwas Anderes.

Im inneren wo man nächtens ruht, ist kein Aufenthaltsort für die Geschäftigkeiten des Tages. Mit Ausnahme der Siesta. Im Wachzustand spielt sich das Leben sehr draußen ab und nachts versammeln sich mehrere Personen verschiedenen Alters gern in Räumen mit kleinen Fenstern und wenig Luft. Da kann dann schon mal sein, dass der Boden der kühlste Platz ist. Ein Tuch wird über ihm ausgebreitet und seine Härte scheint nicht zu stören. Das Kühl als Wohl ist wohliger als Hart. Auch entgegen jeglicher Art des Feng-Shui legt man sich des Öfteren nicht in geschützte Konstellationen des Drachen, Tigers und der Schildkröte, sondern mitten hinein in den Zug. Weniger Katze, eher mehr Hund. Da wo sich ein Lüftlein regt ist Wohl sein.

Sich in Gruppen vors Haus legen ist ebenfalls oft angesagt, wenn Luftfeuchtigkeit es erlaubt. Der Schlaf ist nicht so sehr individualisiert und auch der Begriff "Kinderzimmer" ist den meisten Subsaharianern als von der Mittel- und Oberschicht adaptierte neokoloniale kulturelle Aneignung nicht bekannt. Geflochtene Matten lassen sich variabel legen und die Wickeltücher der Hüfte für den Tag werden zur Zudecke der Nacht. Bei soviel Dynamik wird auch viel geweckt. Psst, der Papa schläft auf dem Sofa, sei leise ist ein Satz, den man nicht so kennt. Man nimmt nicht viel Rücksicht auf Schlafende. Der kleinste Anlass erlaubt, jemanden zu rütteln oder eine beliebige Lärmquelle zu aktivieren. Rücksicht hat, je mehr man sich dem Äquator nähert, eine andere Bedeutung als im hohem Norden. Was nachts fehlt wird Tags halt irgendwann nachgeholt. Auf Stühlen, auf Mauern, auf Mopeds, hinterm Verkaufstresen, im Büro ...

Man beachte nun folgende Schlafstellung. Als eine Position von unvorstellbaren 2.734 anderen.

 

Der Schlaf - Die Schläfin

Friedlich Seltsam

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Dies ist kein Unfall und die junge Dame ist auch nicht aus dem Bett gefallen. Keramische Kacheln sind mindestens so beliebt wie Laterit mit Bast. Gespreizte Beine machen den Intimbereich ein wenig weniger intim, damit auch da ein schönes Lüftlein durchlüftet. Also das rechte Bein keck nach oben.

Sie werden es nicht glauben, wenn Sie es nicht gesehen haben. Doch ich erwachte schon neben Damen auf dem Rücken ohne Tuch, die mit nach oben angewinkelten Beinen, gespreizt nach aussen, dem Schritt die höchstmögliche Durchlüftung ermöglichten und selig ruhig atmeten.

Zurück zum Foto. Unterm Bett staut sich ein wenig die Kühle der Kachel die durch ein sanftes bewegen der Luft wohlig an den Körper gelangt. Quer liegt der Körper mittig zwischen zwei Fenstern. Nicht in deren erdmagnetischen Richtung, sondern möglichst sperrig zu ihr. Ohne je eine Untersuchung gemacht zu haben, unterstelle ich den Afrikanernden ein anderes Verhältnis zu Wasseradern unter ihnen. Es sind uns oft unbekannte Kriterien. Sind die Aussenmauern und das Dach gebaut, wird im Grasland Kameruns eine Spinne ausgesetzt und beobachtet. Fühlt sie sich nicht wohl, kann es geschehen, dass man die Investition vergisst und woanders noch einmal baut.

Schlaf wird oft akkustisch untermalt durch klatschen. Kommt die Afrikanerin aus ärmlichen Verhältnissen ohne Moskitonetze, wird jede kleine Reizung auf der Haut als hungriges, dem Tod geweihtes Insekt interpretiert. Batsch. Leider kann sich das als Konditionierung und blöde Gewohnheit auch da noch halten, wo gar keine Tierchen mehr sind. Liegt man des nächstens wach neben einer solchen schlafenden Angewohnheit und will den Geist in Richtung Phönix fliegen lassen um zu tieferen Erkenntnissen zum Beispiel bezüglich der Aufklärung zu gelangen, holt einen dieses unvermittelte Batsch wieder zurück in die eher etwas gedankenlose, unkonzentrierte Realität.

Abgeleitet von diesem Beispiel wage ich nach mehreren Jahrzehnten ausführlicher feminin ausgerichteter Schlafstudien in zweitausenfacher Variation die Behauptung, dass Schlaf und damit verbundene Gewohnheit viel mit Intelligenz zu tun hat. Dies führe ich allerdings nicht näher aus, neue Feindschaften wären mir unnötigerweise gewiss. Bei diesen Betrachtungen des Schlafes spielt nämlich auch der Beischlaf eine nicht unerhebliche Rolle. Doch ihm sei ein anderes Kapitel gegönnt. Schon die Bedeutung der keramischen Kachel verschiebt sich eklatant, weil der Mann im Beisein nicht deren Kühle bemerkt, sondern die Schmerzen an den Knien.

nix
Mobiler Gartengeräteverkäufer 05.03.2020

 

Wenn der Kunde nicht zum Verkäufer kommt, muss der Verkäufer die Kunden suchen. Wie schon des öfteren beschrieben, ist alles was man so alltagstechnisch brauchen kann, mobil anbietend unterwegs. Nun brauchte ich zwar gerade kein Hacken oder Rechen, aber der junge Mann machte einen ästhetischen Eindruck.

 

Hackendealer

Geruhsam Seltsam

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Er schlendert den ganzen Tag durch Avepozo und Baguida. Schon mehrfach kam er an mir vorbei und ist immer am lächeln. Als ich fragte, ob ich ein Foto machen dürfte, stellte ich fest, dass er kein französisich kann. Mit ein paar Brocken Haussa das in meinem Repertoire noch übrig ist, konnte ich annehmen, dass er, wie viele Kleinverkäufer, aus dem Niger kommt. Ist nicht sehr kurios, aber harmlos schön.

nix
Gentlemen 06.03.2020

 

Weils mit der kuriosen Belanglosikkeit grad so schön war, noch einen oben drauf:

 

Gentlemen hilft Oma über die Straße

Ein Gentlemen in Baguida

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Während ich gerade Gemüse einkaufe, hält ein Mopedfahrer und hilft einer Oma über die vielbefahrene Nationalstraße, damit sie auf der anderen Seite in ein Taxi steigen kann, das er per Zuruf schon zum halten brachte.

Wo noch nicht so viele Automaten, Hinweisschilder, Zebrastreifen und Fußgängerampeln sind, ist auch die Mitmenschlichkeit noch etwas größer. Weniger gut, auch die Rücksichtslosigkeiten. Doch hier sei das Bild einem Gentlemen gewidmet.

nix
Fischrösterei 07.03.2020

 

Es muss was mit dem Alter zu tun haben und hätte wahrscheinlich eher auf die Seite "Banales" gepasst. Doch hin und wieder sind auch Einblicke in kulinarische Details von Interesse.

 

Fischrösterei

Sardinen harmonisieren mit Kokos

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Sardinchen werden geräuchert. Ich habe drei Palmen im Garten und immer wenn die Kokosnüsse heruntergeholt werden, ist auch putzen angesagt. Alles was da oben im Wipfel abgestorben ist, wird fein säuberlich auf eine Haufen vor dem Tor gelegt. Es wird garantiert abgeholt von Frauen, die damit das Feuer zum räuchern machen. Nichts gibt den Fischlein einen besseren Geschmack als die vertrockneten Fasern der Nuss und die Stützwedel über denen die Nüsse groß werden.

Die Fische werden in kleinen Portionen zu 15 Cent verkauft und landen in Soßen. Heute bei Herrmann: Erdnusssoße mit zwei verschiedenen Fischchen, weißen Auberginen, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und diversen geheimnisvollen Gewürzmischungen mit gekochter Yam als Beilage. Ein Armeleuteessen.

Von reichen Menschen kann man sparen lernen und von armen Menschen kochen.

nix
Nichts Neues von Bedeutung 07.03.2020

Es ist Frieden in Avepozo. Die endgültig ausgezählte Wahl hat keine nachfolgenden Ausschreitungen. Schnuckiputzis Schnuckiputzi, der so gern der Chef der Bananendiebe geworden wäre, bekommt gerade Hörner aufgesetzt. (Sagt man das heute noch so? Für langsames ausgemustert werden?) Wie von mir von Herzen gewünscht, läuft die Bar des lautesten Schreihalses der Gruppe ebenfalls nicht und der dritte wird zm braven Familienpapa. Der falsche Welsche mit algerischer Herkunft und nigrischem Pass wegen Fake-Heirat wurde auch ruhiger, seit er sich aus "Avepozo Flat" übersetzen ließ, dass sein Fischgeschäft für andere sichtbar so wenig legal ist wie seine Heirat. Oma Alice ist verstorben und bekam ein festliches Geleit. Angemessen für eine Dorflegende. Die Tochter? Quelle aller Intrigen und Aufpeitscherin der trunkenen Meute darüber glücklich? Die Killermama. Wir wissen nicht wie es ihr geht, nachdem sie doch schon lange gewartet hat. Vorsichtig grüßt der Verkäufer von falschen Baumoptionen wieder, woraus man schließen kann, dass Mitglied der Bananendiebe zu sein keine wirkliche Option war und ansonsten ?

Ausser schlauen Gedanken über die eigene Zukunft und dass heute Samstag ist, nichts von Bedeutung. Gestern gab es nach vielen Monaten den ersten Regen und der Hangar des Nachbarn bekommt die ersten schweren Wasserblasen.

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Verfall eines anderen Hangars

Ein Wellblech knarrt im Wind

Ein aufgegebener Essstand an der Avenue Madiba

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Weltfrauentag 08.03.2020

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Heute gedenken wir Männer den Frauen, denen wir Waschmaschinen und Küchengeräte erfunden haben, damit sie ein wenig Zeit haben, sich mit anderen Frauen zum Kaffee trinken zu treffen, den wir ihnen importiert haben. Dankbar haben sie Verhütungsmittel angenommen, dass Männer mehr und befreiter vögeln können. Wir haben sie den Führerschein machen lassen, damit sie in denen von uns erfundenen Fortbewegungsmitteln die besoffenen Partner vom Fest nach Hause fahren können. Sogar wählen dürfen sie. Maskuline Druckereien und Werbeagenturen sorgen dafür, dass sie richtig wählen. Damit sie in den Genuss von wertbefreiter Bildung kommen, schufen wir Orchideenfächer an den Universitäten. Ganz besonders sehr gebildet sind in meiner Welt die Kunsthistorikerinnen, die mangels nicht notwendiger Einkünfte in unverheiratetem Zustand zu Kuratorinnen mutieren dürfen. Diejenigen Frauen, die nicht mehr hubidubidada und sag Mama zu Kleinkindern lallen dürfen, können sich nun in Gendersprech ausleben.

Neuerdings dürfen sie auch regieren spielen. Als Steuern verfügen sie endlich über mehr Mehrwert als die Haushaltskasse, mit der sie ihre alleinerziehenden Schwestern subvensionieren, so dass der Mann nun nicht mehr heiraten braucht.

Ich für meinen Teil möchte der togoischen und afrikanischen Frau im allgemeinen gedenken. In Raffgier unterscheidet sie sich nicht, nur in der Art der Beschaffung der Güter von denen sie annimmt, dass sie ihr zustehen. Sie ist dabei weit weniger bürokratisch und setzt ihre Rechte nicht mit Gericht, sondern tendenziell eher mit Foufoustampfern und Besenstielen durch. Kurzfristig schmerzhafter, aber weit besser als lebenslange Alimentierung kontrolliert von Staat, Justiz und Polizei. Sie belässt dem Mann unangefochten seine traditionelle Rolle als Jäger, Fahrer, Geschäftsreisender und Mechaniker, damit sie sich selbst nicht allzuviel bewegen muss um in Ruhe ein wenig dick zu werden. Gerne sagt ihr der pauschale Mann, dass dies schön sei. Nach Kinder groß ohrfeigen, verabschiedet sich die Mutter von sechs, davon vier Töchter, rechtzeitig durch Diabetes oder Anämie um nicht einem Rentensystem zur Last zu fallen, das es ohnehin nicht gibt.

Da wo es an Geist fehlt, wird durch Temperament kompensiert. Im Ergebnis heißt das: Viel Temperament. Philosophie kreist als Thema um die Menge von Fleisch in der Soße und solange die Mädels jung und knackig sind, auch darum, wie man Europäer über den Tisch zieht. "Philosophie" ist ein Wort, das auch im Rahmen von Eifersucht eingesetzt wird, die elementar wichtig ist um den noch potenten Geldgeber rigoros zu binden. "C'est qui la fille de Sophie". "Wer ist das, die Tochter von Sophie?" Philosophie, Phidesophie. Was macht der kleine Unterschied? By the way, haben Sie schon mal von einer großen Philosophin aus Afrika gehört? Ich kenne nur große Temperamentikerinnen, die ihr Recht auf praktizierten Beischlaf auch durch Überfall durchsetzen

Je länger ich an diesem vollkommen bekloppten, unnötigen Weltfrauentag darüber nachdenke, wie ich Frauen loben kann, je mehr wächst das Bedürfnis, die mir verbleibenden Jahre möglichst nicht zu nahe mit ihnen zu verbringen. All der Aufwand, nur damit man bei einem Herzinfarkt rechtzeitig von jemand in die Klinik gebracht wird? Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass mindestens zwei Drittel der Damen die Türe zumachen und einem wirklich Hilfswilligen sagen: "Der schläft nur.".

Ich liebe euch trotzdem.

nix
Viruswahl und viel Pleite 11.03.2020

Sowohl Ökonomen als auch Astrologen sagen schon seit vielen Jahren, dass 2020 ein ganz ein schwieriges wird.

Nix gelernt aus der Bankenkrise sagen die einen, soziale Konflikte mit ausufernden Kosten die anderen und eine ähnliche Planetenkonstellation wie 1914 und 1939. Wie soll man was sagen? Als nüchtern denkender Verschwörungstheoretiker muss man die internationale platzende Finanzblase ja mit irgendwas begründen. Dass der Diebstahl und Betrug in großem Stil über Wertschöpfung ohne Deckung seit 2008 noch mehr kultiviert wurde, die Bürokratie ins Endlos merkelte und die Steuerlast seitdem ebenfalls noch größer wurde, ist eine Sache. Und just und hoppla genau in diesem Moment wirft ein kleiner Virus alles durcheinander, der schon 2014 identisch durchgespielt wurde und lässt die 14/39 Zufallsverkettung lebendig werden. Schon kommen die ersten Rufe der Banken, dass man ihnen wieder helfen müsse, die gleichgeschaltete Regierungspropagandapresse macht schön Panik. Klima, Weltuntergang, Pandemie und arme "Flüchtlinge". Das ist mir ein wenig viel auf einmal. Vor Schreck darüber, dass meine Voraussicht eintritt, muss ich in den Biergarten.

Durch die hohen Steuern die auf Arbeit liegen, das rentabelste was Deutschland zu bieten hat, werden ganze Branchen den Wildbach hinunterrauschen, weil den Firmen die gigantischen Lohn- und Lohnnebenkosten die knappen Reserven wegfressen. Haben die linksgrünen schon Chemie, Energie und Automobil im zerstörenden Visier und dabei Infrastruktur und Bildung geopfert, folgen nun Banken, Messen und Maschinenbau - und schuldig sei derdas Virus.

Man nennt mich in Avepozo den Propheten und manchmal erschrecke ich darüber, wie oft ich recht habe. Weil ich aber glücklicherweise nicht immer richtig liege, sollte man nichts zu ernst nehmen. Der wirklich ganz eigentliche Grund für diese epidemische Pandemie ist nämlich die Wahl in Togo. Der Virus existiert nur in der Einbildung und ist eine Pressekampagne, damit sich nach der getürkten Wahl niemand in Togo bei Demonstrationen treffen soll. Also: China, Italien, Iran und Deutschland. Hört endlich auf, den Togoern was vorzuspielen.

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Klopapier zum abwinken

Klopapier zum abwinken

Wer später einmal auf dieser Seite landet, wird den Witz nicht mehr verstehen. Australien, Italien, Deutschland, überall ist Toilettenpaper ausverkauft. Nicht so in Togo Hier scheisst es sich noch ohne Panik und Pandemie. Seifen, Shampos, Desinfektionsmittel, - wir haben alles in Hülle und Fülle. Ein gutes Zeichen.

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Und überhaupt: Klopapier 13.03.2020

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Der Bantu und seine Bantuidin eignet sich kulturell an, was es nur anzueignen gibt. Mit Verwunderung und Erstaunen nahm er ganz langsam wahr, dass in einem verschlossenen, geheimnisvoll umwitterten, in aufwendiger Prozedur vorbereiteten, in Architektur eingebundenem Raum der Kolonialist das tat, was andere woanders taten. Er verrichtete ein Geschäft, er hielt eine Solositzung ab, er schiss im Geheimen. Eine große Rolle spielte dabei eine Rolle. Eine Papierrolle.

Die Klorolle, teutonische Tora, wurde neben Spaghetti der meistgehortete Gegenstand in den westlichen Medien und scheint wichtig als Schutz vor Sterben. In einer Gegend, in der der Strand und wohliges Meerwasser die Verrichtung sehr viel öffentlicher vor sich gehen lässt und fast alle Häuser auf Sand gebaut sind ist der Gebrauch des teuren Produkts auch in der Gegenwart fast noch Luxus, auf den in der Not verzichtet werden kann. Kinder leben eindeutig zwangloser, da ihnen des sklavische Ritual des Töpfchen sitzen disziplinarisch erspart bleibt. Ohne Windel, wann immer, frei, hinein in den Sand. Klopapier nimmt in Kreisen zu wo arme Flüchtlinge mit Hilfe von Western Union in der Heimat aus der sie einst flüchteten, Häuser nach europäischen Vorbild bauen. Interessanterweise stellte ich dabei mehrfach fest, dass das Toilettenfenster nach der Veranda ausgerichtet ist, auf der die Gäste speisen. Das Geheimnis des exkremtaren Abseilens wurde etwas gelüftet und kollektiviert. Man zeigt sich als wohlhabender Inhaber von Toilette. Die Schüssel als Status. Begleitgeräusche als Untermalung.

Auch Klopapier kommt heute aus China und unterstützt die Theorie, dass die Pandemie aus geschäftlichen Interessen stattfindet. Der Europäer macht die redaktionelle Werbung, insistiert existenziellen Bedarf, der Chinese verkauft. Es wird Zeit, dass sich die deutsche Geisteswissenschaftlerin auf die Suche nach Schuld und Sühne im Zusammenhang mit Hinterteil wischen macht und die neokolonialen Zusammenhänge im Neusprech der Genderreligion aktuell erklärt. Gibt es eine haptische Diskriminierung der Menschen mit Farbe und der Frau? Ist die Abrisslänge maskulin geprägt?

Der Einfluss des alten weißen Mannes, der ja gerade vorrangig epidemisch stirbt, auf das Kackverhalten des Subsaharers als repressives Instrument ist nach wie vor so Geheimnisvoll wie die Verrichtung als solche. Ob das Verhalten gesteuert werden soll, um subtile imperiale Interessen durchzusetzen, erfuhr noch keiner Klärung. Auch die Rolle der Rolle im kalten Krieg ist von Sozialisten ungenügend fokusiert und wartet auf eine marxistisch-leninistische Interpretation.

Dass ein Mangel an Toiletten vorhanden ist, erfährt der kulturell Verwöhnte in Togo an jeder Eckkneipe. Wird in Deutschland lediglich eine Toilette vermisst, in der sich ein undefiniertes Geschlecht intim fühlen darf, vermisst der Togoer Toilette an sich. Feste Materie wird zu Hause über Loch erledigt und verarbeitetes Bier gepisst wird an Nachbars Wand. Steigt der/die/das Wirt_in sozial auf und leistet sich ein teures Klo, wird er/sie/es schmerzhaft erfahren, dass Toilettenpapier zu den am meist gestohlenen Gegenständen der Neuzeit gehört. Erst dort, wo wie in Germanien mit seinen unendlichen Wäldern ein Überfluss herrscht, lässt das Entwenden nach. Der Schwarzwald als idyllische Plantage für Mitteleuropas Hygiene. Pietistisches Zentrum der Ehrlichkeit und der Moral des Nicht-Stehlens basierend auf der Papierrolle. Die Kriminalitätsstatistik der neu zugewanderten in Bezug auf Klokriminalität und sein volkswirtschaftlicher Schaden ist weder von Ethnologinnen noch von Soziologinnen empirisch erfasst, obwohl ihre lustvolle Zielgruppe der Musulmane ist, der ohne sein Wasser-Kännchen alle europäischen Grenzen bis ins gelobte Deutschland überwandt. Wo machte der wie auf Reisen hin? Wie geht das alles auf Schlauchboot? Hat die Balkanroute eine Geruchsspur? Links und rechts markiert durch kleine Häufchen mit wehendem Papier am Busch?

Unbelastet von solchen Fragen wird die Ware in unserem Supermarkt in Baguida feilgeboten. Alle kleine Klitschen in Avepozo haben neben Maggiwürfel, Tomatenmark und Spaghetti auch die Rolle. Im Zehner und im Einzelpack. Noch nicht, wie stückweise Zigaretten, als einzelnen Abriss. In der Not haben andere Dinge Vorrang, denn das Hinterteil kommt gut mit Wasser zurecht. Wo in Lebensmittel Glutamate und Geschmacksverstärker und in Zigaretten das Nikotin für körperliche Abhängigkeiten sorgen, ist noch nichts bekannt darüber, dass um den After herum ein Shave zum tragen kommt. Eine Droge quasi rektal eingerieben wird um lustvoll zu wirken.

Jeder Wisch ein Oh und Ah.

nix
Grüße aus dem Rheinland 13.03.2020

 

Post. Post im Postfach. Seit wieviel Monaten?

Heute war ich seit langem mal wieder auf der Post um das Postfach zu bezahlen, das ich eigentlich nur noch als Angabe für das Impressum meiner Domain und zwei Geburtstagswünschen einmal im Jahr habe. Freude, und dann noch so was originelles:

 

Grüße aus der früheren Heimat

Gruß auf Karton.

 

Eine deutsche Briefmarke. Der letzte Briefeschreiber außerhalb der Bürokratie. Leider anonym. Aus Köln Frechen. Hat schon mal so eine tolle Nachricht 2018 gesendet. Damals auf französisch. Gibt sich echt Mühe.

 

Grüße aus Köln

Wilde pubertäre Symbolik

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Ähnlich muss sich Frau Künast fühlen, wenn ihr einer schreibt, dass sie als Obertussi mal wieder richtig durchgevögelt gehört. Sie wird dann auch denken. Naja, an sich kein schlechter Gedanke, aber warum kann man das nicht höflich formulieren? Sö ähnlich geht es mir mit der Postkarte. Er und ich wüssten, dass ich in meinem eigenen Kummer gefesselt sei.

Wenn sich jemand solche Gedanken und Sorgen um mich macht, warum tut er das auf solch seltsame Art? Ich nehme aufgrund der Handschrift und des toten Kopfes mal an, dass es ein Mann ist. Ein feiger Mann? Einer der zu blöde ist, meinen Namen richtig zu schreiben und es trotzdem tut? Ein schwuler Mann, der mir seine Zuneigung nicht offen zeigen kann? Sich verstellt? Der so eine Art Schneeschippe mit den Initialen HP malt und nicht dazuschreibt, was das soll. Eine Damokles-Schneeschippe, die über einem eh schon toten Kopf droht.

Wem geht es nicht so, dass er hin und wieder denkt, er wäre Gefangener seiner Sorgen und Einbildungen. Ich bin auch noch Gefangener von äußeren Umständen, die mir keine Finanzierung meiner Pläne erlauben, was ich mit 95% der Weltbevölkerung als Leid teile. Allerdings fahre ich noch, haarscharf an der Untergrenze, einen Dieseldaimler Sechszylinder und Enduro, was 95% der Weltbevölkerung nicht können. Doch warum wünscht er sich meinen Tod? Reicht es ihm nicht, mich in Leid und Sorge zu wissen? Ein infantiler Drecksack, ein vorpubertär Stehengebliebener mit einem gehörigen Sprung in der Schüssel, der mitteilen möchte, er sei auch so ein ganz klein wenig ein Künstler. Einer, der nicht weis ob er liebt oder hasst? Ein skuriler Spaßvogel?

Trotzdem freue ich mich über kuriose Post, Anteilnahme und Anreger zum Nachdenken. Danke, anonymer Sender.

nix
Guten Tag 13.03.2020

 

Heute, Freitag der 13. scheint ein großer Tag zu sein. Gerade flog ein Stuhl. Die vierzig Jahre jüngere schreit, ich würde ihre Liebe nicht erwiedern. Womit sie recht hat. Nie wieder würde ich Eine finden, die mich liebt wie sie. Womit sie hoffentlich auch recht hat.

Glücklicherweise bin ich unrentablerweise nicht Weinstein und man wird mir nicht verwerfen können, meine privilegierte Machtposition dazu benutzt zu haben, ihre weiblichen Gefühle zu bschädigen.

Ein wenig motorisiert flanierend sah ich vor Möbelflug wunderbarerweise dies:

 

Ist dies der Marx Karle ?

Wer ist das denn?

 

Wenn das kein kurioses Plakat ist, was ist dann Kurios? Es könnte Marxens Karl sein. Doch was will er uns noch sagen, ausser Guten Tag? Wer grüßt mich da und warum? Bitte beachten, sehr geehrter Betrachter, geehrte Betrachterin, auf dem Bild ist die Nationalstraße Nummer Zwei nach Aneho in Togo zu sehen und nicht eine Straße in Deutschland.

Ich musste da nochmal hin. War auf der Rückseite des Rätsels Lösung?

 

Faure Gnassingbé am Boulevard

Von ihm wissen wir, wer er ist.

 

Nein. War es nicht. Flashback zur Wahl. Ein tolles Poster. Fiel mir bisher gar nicht auf. Das hätte in Deutschland einen femininen Scheisse-Sturm ausgelöst. Nur schon deshalb gefällt es mir. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube mich zu erinnern, dass Faure von einer großen Mehrheit Frauen gewählt wurde.

14. März 2020 graue kleine Linie

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Das Rätsel mit dem bärtigen Deutschen hat sich gelöst, aber ich verrate es noch nicht. Des weiteren, dies betrifft nur Leser in Lomé, hat sich am "Monument" in Baguida einiges geändert. Bleiben wir weiter bei Rätsel. Durch einen befreundeten Togoer, ein echter Kölsche Jung, ist das Monument gastronomisch wieder in deutscher Hand, nachdem es niederländisch-schweizerisch von den Bananendieben okkupiert war :-)

Veranstaltungen wie die Erinnerung an Gustav Nachtigal, die ich als Fotostrecke dokumentierte, werden vermutlich an Bedeutung gewinnen und neue hinzukommen.

nix
Frau Merkel ... 14.03.2020

 

es reicht mir jetzt mit Ihnen. Wirklich. Frau Angela, Frau Merkel, nachdem Sie das hier gelesen haben wird Ihnen klar werden, dass Sie nun zurücktreten müssen. Ich hatte jetzt schon wirklich viel Geduld mit Ihrer durch und durch beschissenen Afrikapolitik und den diesbezüglichen Postenvergaben. Auch bei vielen anderen Dingen hatte ich ein Auge zugedrückt und dachte: jetzt lass sie halt mal machen, es wird ein Ende haben. Dass Sie mich aus Deutschland vertrieben haben, kann man ja auch anders auslegen und sagen, Afrika hätte mich gerufen. Ich sehe das allerdings eher so, dass Ihre notorischen Machterhaltungstriebe und die damit verbundenen Reinigungsrituale mich als ExPräsident-Köhlers allerkleinstes Rädchen auch noch erwischten. Ihre Schleimer und die Putz-Pyramide nach unten ist, gelernt ist gelernt, eine saubere DDR 2,0. Dem LKA zu sagen, man solle mal einen Vorwand suchen und zuerst die Buchhaltung zerlegen, nehme ich Ihnen bis heute ein wenig übel. Gut. So funktioniert die Welt und es gibt halt Höhen und Tiefen. Letztlich hat man auch nichts gefunden. Da ist Ihnen ein wenig die Kontrolle hinunter zum Blockwart entglitten. Schwamm drüber. Doch jetzt, Frau Merkel reicht es. Eigentlich bin ich ja nicht mehr dort, bei Ihnen in Deutschland, das Sie abschaffen wollen. Nur. Ich habe so eine tief sitzende Aversion gegen die ganze musulmanische Invasion und sie hören nicht auf, selbst jetzt, in einer Pandemie, nur damit umgevolkt wird, ausgerechnet die übelsten Gestalten als Representanten des Totalitarismus herbeizuholen. Wenn die Musulmanen mit ihren Musulmaninnen viele kleine weitere Musulmanen für Allah auf die Welt schmeissen, sollten die mit der Menge alleine zurechtkommen und sich quasi woanders ehrenhalber masakrieren. Deshalb denke ich, Angela, Frau Merkel, Sie haben wegen Überforderung bereits einen gravierenden Sprung in der Schüssel. Man darf es ja nicht sagen, wie man vieles nicht mehr sagen darf, trotzdem vermute ich, das hat was mit alt, verknautscht, frustriert, verspannt und Kinderlos zu tun. Alles wurde ihnen zu groß und Sie klammern sich an ihr Versagen. Lassen Sie los. Treten Sie zurück. Hören Sie auf mich. Ich mein es gut mit dir, Angela, Frau Merkel. Lass gut sein. Machen Sie Schluss. Ende. Rente. Also: Hopp. Geben Sie sich einen Ruck.

Kommen Sie mal bei mir in der Avenue Madiba vorbei. Da rennen ganz viele Kinder rum an deren Unbeschwertheit sie sich freuen können. Dann machen wir ne Flasche Bier auf und reden mal über die ganzen Fehler die wir zwei so im Leben machten. Und lachen über ein paar Volltrottel, denen wir es richtig gegeben haben. Wie Sie die Andenfraktion ausgebootet haben. Alles Anwälte. Da hatte ich noch Respekt. Haben Sie eigentlich alle Geschichten von den Bananendieben schon gelesen?

Aber jetzt zuerst mal zurückgetreten. Gell. Ist besser so. Wirklich.

17. März 2020 graue kleine Linie

 

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Sehr sehr ungeehrte Frau Merkel,

aus übertriebener Versöhnlichkeit habe ich mit der Einladung nach Avepozo einen großen Fehler gemacht. Wir saßen gestern in fröhlicher indigener Runde beisammen, tranken auf der Avenue Madiba das Bier nun aus der Flasche und gewöhnten uns den Handschlag ab. Wie Sie vielleicht wissen, haben wir in Togo bisher nur einen Fehlalarm und sonst noch keine Infizierten des Virus, was wir uns nur vage naiv damit erklären können, dass der Virus keine Hitze mag. Nun sind sowieso alle Flüge und Einreisen aus Deutschland gestrichen, obwohl es ohnehin keinen Direktflug gab.

Das Internet funktioniert und so muss niemand das Gefühl haben, von der Welt isoliert zu sein. Doch darin lese ich soviel dämliches in Deutschland, dass ich mich wundere, wer da alles an der Macht kleben bleibt obwohl selbst die Dämlichste merken müsste, dass sie dämlich ist, Dame Merkel. Herr Brandt Willy ist noch zurückgetreten, weil er nicht bemerkte, dass Ihr Verein bei dem Sie ausgebildet wurden und gearbeitet haben, Dame Merkel, ihm einen Spitzel untergejubelt hat. Das nenn ich Haltung. Doch Sie bauen seit Jahren nur noch Mist. Ich weiß dass es nicht geht, aber Willy wäre schon etwa 35 Mal zurückgetreten.

Da Sie auf Afrika bezogen sowieso nur kontraproduktiv agieren, sind wir hier einhellig der Meinung, dass Sie, bitte verzeihen Sie die Direktheit, von Posten und aus den Medien verschwinden sollen. Weg. Und Bitte, Bitte, Bitte Frau Merkel, machen Sie danach nicht die Nummer der Elder Stateswomen.

Wir möchten Sie auch nicht hierhaben. Meine Einladung war nicht mit anderen abgesprochen. Ich ziehe sie reuevoll zurück. Ich werde Ihnen auch keinen Strandrasta beschaffen, damit Sie noch einmal erleben dürfen, was Sie die letzten Jahrzehnte im politischen Zölibat nicht hatten und was zu Ihren visuellen Zerknautschheiten geführt haben dürfte.

A pro pos Strandrasta, sehr ungeehrte Dame Angela. Ich möchte Ihnen ein kleines Geheimnis verraten. Bevor Sie Ihre auf HerzJesu gegenderten Sozialismusqoutenweiber in die Ämter hievten, war es unter Männern angesagt, auf Reisen fern der Ehefrau ein wenig Kurzweil zu suchen. Die Einladenden hatten dann auch schon immer dafür gesorgt, dass das alles diskret und ohne Erpressungen abläuft. Weil es alle machten, allen Freude bereitete, Spionage analog, nicht digital stattfand und hübsche Frauen dabei ein richtig schönes Geld mit alten Säcken einsteckten. Frauen waren in den Führungsetagen nicht wegen mangelnden Fachkenntnissen nicht erwünscht, sondern weil sie petzen.

Und nun, Frau Merkel, schauen Sie sich mal an, was Sie da um sich herum für eine Horde von Weicheiern an Männern noch übrig haben. In der Sprache der Fuhrleute sind das Typen, die nicht mal mehr mit Viagra einen hochkriegen. Schauen Sie sich um. Ganz ruhig. Wenn Sie damit fertig sind, schauen Sie unter denselben Gesichtspunkten mal die Frauen an, die Sie um sich herum in Stellung gebracht haben. Ausgerechnet die Spießerpartei der Grünen, denen Werbeagenturen ein hüpfenden dümmliches Frauchen und einen als zupackend scheinenden Mann an der Seite verpassten und als Idealpaar verkaufen, gewinnen an Stimmen. Wie soll denn da ein Nigerianer oder Saudi eine Freundschaft aufbauen? Wenn ein Mann einer Frau ein Kompliment macht, fliegt er wegen sexuellen Verfehlungen aus Amt und Würden. Wenn andersrum eine Ihrer Frigidinnen ein Kompliment ausspricht, macht man freiwillig den Rückzug aus der Politik.

Nochmal. Frau Merkel. Treten Sie zurück. Bitte. Schnell.

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