Als einer von vier kleinen Gedenkköpfen, die früher im Schrein von Obaseki standen, kann dieser Kopf durch orale Überlieferung auf das Jahr 1884 datiert werden. Er soll in Erinnerung an eine bekannte Persönlichkeit aus Benin entstanden sein, die uns als "Iviovor Edion Edo" - Statthalter des exilierten Obas nach 1900 - vorgestellt wurde. Eine bestätigende TL-Analyse, wie bei den anderen drei Köpfen liegt leider nicht vor, da alle gefundenen Reste eines möglichen Tonkerns geologisch (somit als TL) nicht meßbar sind.
Stilistisch ist der Kopf an frühe Köpfe aus Benin angelehnt, mit Korallenhaube, einzelner Perle auf der Stirn, wulstigem Korallenhalsring und herabhängenden Perlenzöpfen. Das Gesicht trägt jedoch Züge des moderneren Realismus in Benin, außerdem ist er kleiner als die Köpfe aus dem 16. Jahrhundert. Das typische Loch im Hinterkopf ist noch vorhanden, aber die eigentliche Funktion, als Basis für Elfenbein zu fungieren, ist bei der Göße obsolet geworden.
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