Sehr seltene Figur aus Gelbguss. Der Typus ist zurück zu verfolgen bis mindestens ins 16. Jahrhundert, wobei die Verwendung der nicht selbständig stehenden Figur unklar bleibt.
Das Geschlecht ist ebenso ungenau. Schmuck an den Knöcheln, Oberarmen und Hals, Hüftketten sowie durch kleine Knospen angedeutete Brüstchen deuten auf ein junges Mödchen. Ebenso die Frisur, die an Stelle der Ohren in doppelter Bedeutung formuliert ist. In seltsamen Widerspruch dazu steht der Kinnbart.
An dieser Stelle ist, wie bei einigen anderen erworbenen Figuren der Galerie in den 2020er Jahren, nicht die ethnologische Interpretation, die durch noch folgende Hinweise vielleicht ergänzt wird, sondern künstlerische Ausarbeitung in Verbindung mit Alter. Dazu kommt noch der gute Erhaltungszustand. Bei dieser Figur wird die Gesamterscheinung nicht getrübt durch eine korrodierten Stelle am Hinterkopf. In Verbindung mit Seltenheit ergibt sich der Wert. |