Diese im Ausdruck sehr gekonnt reduzierten Masken kamen aus der Elfenbeinküste nach Togo. Wie schon mehrfach beschrieben, wirkt sich die Unterstellung europäischer etablierter Händler „es käme nichts Altes mehr aus Afrika" bis in verschiedene Länder Afrikas aus. Dass vorwiegend Fälschungen und Repliken mit erfundenen Angaben gehandelt werden, untermauert diese Behauptung zusätzlich. Man versucht zunehmend, alte Kunst dann über Togo zu verkaufen, weil bis heute (2025) noch der eigentlich veraltete Ruf besteht, dass Lomé ein Handelszentrum traditioneller Kunst für Westafrika ist.
Ich verfüge in Lomé nicht über ausreichend Literatur, um die Masken ethnologisch zu beschreiben. Es ging beim Ankauf um einen künstlerischen und um einen historisch-zeitlichen Aspekt.
Die Stirn mutiert bei beiden Masken nach unten zur Nase, die aber jeweils einen Vogel darstellt. Ich kann nur vermuten, dass es sich, wie in anderen Ländern, um eine etwas abstrahierte Darstellung eines Ibis-Vogels handelt. Die Masken hatte noch starke Verschmutzungen, die man als Hinweis auf Ausgrabung beließ aber von dem Verfasser vorsichtig abgetragen wurde um die Patinierung und die Korrosion beurteilen zu können. Der Guss der Maske mit dem freundlichen Ausdruck die ich prüfen ließ, hatte innen im Bereich der Stirn noch undeutliche Spuren von Gusskernrückständen die ich ausschleifen musste. Beim untersuchen Im Labor musste deshalb der metallische Abrieb von Tonkernrückständen separiert werden, was heutzutage technisch möglich ist.
Am hinteren Rand der Maske, im Bereich der Lochungen zum befestigen vor Auftritten, hat die freundliche Maske für den Gesamteindruck unerhebliche kleine Beschädigungen. Auch unter dem Stirnansatz ist eine Stelle korrodiert. |