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von Peter Herrmann

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verfasst Nov./Dez. 2012
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Ausstellung 2011/12
Änderungen Jan. 2013 und im Jan. 2014
nix
Bronzen aus Südnigeria. Eine genaue Betrachtung der Frau Dr. Barbara Plankensteiner

 

In der Höhle des Hasen hieß ein Artikel, den ich 2007 über ein missratenes Zunfttreffen in Wien schrieb, die Stadt des Wirkens der quirligen Ethnologin. Dieser Artikel, in dem ich mich lustig machte über ihre akademische Spezie, musste auf Frau Doktor sehr belebend gewirkt haben - lässt sie doch seitdem nichts aus, um mich mit ihrem Ungestüm zu diskreditieren. Dabei merkt sie nicht, wie sie dem ganzen Handel mit alter Kunst aus Afrika schwer schadet. Ohne Ansatz einer inhaltlich geführten Auseinandersetzung und aus der Deckung kommend erst, wo Staatsgewalt sie schützend deckt. Sie will Expertin sein, ohne Kontakt zu Experten aus dem Handel und der Kunstvermittlung. Die sind für Frau Plankensteiner schlicht eine international verwobene Betrügerbande.

Die Dame ist es wegen dieser extremen Haltung wert, einmal genauer betrachtet zu werden. Ebenso humorlos.


Pfade
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Buch & Kopf

Zwei Köpfe

3. Kopf

Verbindungen

Behauptungen

Fälscherwerkstatt

Zwischenbilanz

Fälschungsbuch

Historie

Angriff

Resümee

Links

Die Außenwirkung von Frau Plankensteiners Karriere begann um die Jahrtausendwende als Kustodin der Afrika-Abteilung. 2002 veröffentlichte sie die Dissertation: Von der Natur zur Kultur und schließlich zur Kunst. Eine kritische Analyse der Entwicklung der Afrika-Sammlung des Museums für Völkerkunde in Wien. Es hieß damals, wenn ich etwas Amüsantes haben wolle, müsse ich mir dieses Werk besorgen.

Was sie dort als "kritische Analyse" betrachtete, ist in der ersten Hälfte eine abgeschrieben anmutende, von ihr lediglich neu gegliederte Museumshistorie garniert mit zeitgemäßem Gutmenschensprech. Die zweite Hälfte der Fleißarbeit mit der es immerhin zur Doktorin der Philosophie reichte, beinhaltet die Bedeutung des Wohnzimmers und die Spiritualität von Sesselgarnituren im Kongo unter Berücksichtigung eines Bildes dahinter. Daraus machte Sie dann flachgeistige Ableitungen modernen Wohnens für das ganze subsaharische Afrika.

Ihre Karriere des kreativen "Thema verfehlt" als Lebensweg zeichnete sich hier schon deutlich ab, konnte sie darin schon nicht vermitteln, was naive Kunst aus dem Kongo mit der Entwicklung des Wiener Museum zu tun haben sollte. Vielmehr entsteht der Eindruck, sie hatte der Einfachheit halber ein kurz vorher veröffentlichtes Buch in etwas verkürzter Variante als Vorlage und Füllmaterial genommen. Es drängt sich bei sämtlichen Veröffentlichungen ohnehin der Verdacht auf, Plankensteiner, die wienerisch gut eingeheiratete, beteiligt sich hauptsächlich finanziell und dann namentlich an der Herausgabe in Kooperation mit eigentlichen Experten und bringt später die Inhalte in Bezug zu sich selbst. Das Thema Benin stammt, dort wo Plankensteiner verantwortlich zeichnet, sehr auffällig aus der Feder von Armand Duchâteau, ihres unehrenhaft geschassten Vorgängers, dessen kritikwürdiges aber dennoch wichtiges Lebenswerk sie, sehr praktisch, als Übernahme vollendete.

Erste Arbeiten in dieser Vorgehensweise stammen noch aus dem Heinrich-Harrer-Museum wo sie Anfang der 1990er ihre ersten Sporen verdiente. Dies war die Zeit, wo man die NS-Vergangenheit Harrers öffentlich diskutierte und im Kärntner Hüttenberg eifrig daran war, wie Kritiker es damals formulierten, im Museum die Hakenkreuze wegzuschönen. In ihrer Biografie liest sich das natürlich anders. Dort heißt ihr Betätigungsfeld: Wissenschaftliche Leitung, Gesamtkonzept und Koordination der Neugestaltung des Museums. Einige ihrer dortigen Prägungen könnten mit dem zweiten Teil dieser Abhandlung durchaus in Verbindung gebracht werden.

Mit den späteren Vorbereitungen zu der großen Beninausstellung brachte sie es als Human- und Sozialwissenschaftlerin mit Hauptfach Ethnologie schnell zur Vize-Direktorin des in Wien ungeliebten Museum für Völkerkunde. Zu Verdanken hatte sie diesen Umstand wohl einer großen, von Intrigen ausgelöster Reinigungswelle im Museum mit anschließenden hektischen Neubesetzungen nach Personalmangel und diversen Skandalen. In den Turbulenzen dieser Zeit ging in der Eile des Aufstiegs als Début der Titel der bald folgenden Benin-Ausstellung schon mal vollkommen daneben, - der dann in Berlin und Paris auch prompt geändert werden musste.

Bezogen auf Bronzen, auf die sich dieser Artikel bezieht, zeigen ihre Behauptungen eine ausgeprägte Unkenntnis von kunsthistorischen Fakten und markttechnischen Gepflogenheiten. Die Karriere fördernde Vielseitigkeit geht sehr offensichtlich zu Lasten von Inhalten. Auf nicht mit Details vertraute Leser mag diese Aussage zunächst verwirrend wirken, hat sie doch federführend das Buch Benin - Könige und Rituale veröffentlicht, das aus mancherlei Gründen gut gelungen ist und in Verbindung mit mehreren Ausstellungsstationen eine breites Publikum erreichte. Etwas weniger Text und es wäre sogar ein hervorragendes Coffee Table Book geworden. Schlecht ist eben nur, dass Frau Doktor meint sie wäre Fachfrau für Benin-Kultur, weil sie dieses Buch organisierte und deshalb über Steuergeld Kontakt zu wichtigen Persönlichkeiten aus Benin erhielt. Ganz so leicht geht es nun doch nicht.

Sieht man genauer hin, findet man schon zu Beginn ihrer Karriere einen Taschenspielertrick der so gar nichts von intelligenter Herangehensweise hat. Frau Plankensteiner deklariert als "echt" und "gut" was in Museen steht, und alles als "falsch" und "plump", was dort nicht steht. Das ist weder geistreich noch wissenschaftlich und wird im Übrigen von den wichtigen Persönlichkeiten aus Benin definitiv auch nicht geteilt.


Buch & Kopf
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Nach Oben

Diese Echt-Falsch-Behauptung findet sich nicht in ihrem Benin-Buch. Sonst hätten einige Ethnologen und Nigerianer nicht mitgemacht. Gegen den Handel wendet sie diese Zuordnungsmethode jedoch unreflektiert und unbesehen an. Sie verurteilt Objekte, ohne sie gesehen zu haben, belegt sie mit dem Stigma Fälschung und sägt damit, ob wahr oder unwahr, am Stuhl eines Sammlers, Händlers oder Vermittlers. Nicht nur bei uns meinte die Dame sich vorzudrängen zu müssen, dies machte sie in der Vergangenheit bei anderen Sammlern und Händlern auch schon. In einem Fall hat sie das falsche Alter sogar gerochen. Bis heute ein Schenkelklatscher unter richtigen Experten.

Der Verzicht auf Darstellung ihrer absurden Thesen der Alterszuordnung in diesem Buch und damit das Verschweigen von Fälschervorwürfen war auch deshalb wichtig, weil mehrere Widersprüche offensichtlich geworden wären. Schon 2007 hatte ich vorsichtig im Hasenartikel darauf hingewiesen, ohne ihr einen aufgebauschten Vorwurf daraus machen zu wollen. Da die Dame aber nicht aufhört zu attackieren, möchte ich nun ein wenig deutlicher werden und auf etwas hinweisen, das, vorsichtig ausgedrückt, einen fragwürdigen Hintergrund haben könnte. Auf jeden Fall aber werden Widersprüchlichkeiten der von ihr gemachten Aussagen deutlich aufgezeigt.

Den ersten Widerspruch ihrer Gut-Schlecht-Zuordnung liefert Plankensteiner in einem Artikel im Handelsblatt vom 11.8.2007. Dort gibt sie an, dass es 2500 Bronzeobjekte aus Nigeria weltweit in Museen gäbe und 1500 im freien Handel. Welche Objekte diese 1500 sind findet sich an keiner weiteren Stelle. Kann sie auch nicht ausführen, denn auch diese Zahl hat sie nur unüberprüft einem Ethnologen nachgeplappert. Sie übersah, dass sich diese ungenaue Annahme auf kurz nach 1900 bezog.

Nach 1897 wurde der absolute Großteil aller Bronzen über London nach Deutschland verkauft. Wo sollen dann die 1500 sein, wenn nicht zum Beispiel in der Kunsthandelsagentur Schulz, in der Galerie WALU oder bei der Galerie Peter Herrmann? Nicht berücksichtigt sind bei diesem willkürlichen Plankensteinerschen Zahlenspiel mit Grundlage "1897" diejenigen Objekte, die über einen Zeitraum von über hundert Jahren einzeln aus Nigeria Richtung Deutschland gehandelt worden sind. Interessanter als dieses Zahlenspiel ist aber in diesem Artikel im Handelsblatt, wie in vielen anderen Veröffentlichungen, dass sie immer einen speziellen Typus Kopf darin hervorhebt.

Bei dem Wenigen was in dem dicken Benin-Buch von ihr selbst ist, schreibt sie, der "bedeutendste" Kopf sei jener, der "schon 1897" als erster nach Deutschland gekommen sei. Die Jahreszahl des Plünderungsfeldzuges der Briten gegen die Stadt Benin wird zur Ikone und Grundlage ihres musealen Werte-Rankings. Glaubt die Dame tatsächlich ernsthaft, dies wäre der erste Kopf gewesen, der nach Deutschland kam? Vielleicht weil sich erst nach dem Verkauf von britischer Kriegsbeute ab 1897 bei ein paar Ethnologen einen Aha-Effekt einstellte den Frau Philosophin halt mal so mitnimmt?

Bevor ich wieder auf die Plankensteinerschen Köpfe zu sprechen komme, ein kleiner Ausflug in die Geschichte: Seit dem 16. Jahrhundert exportierten mitteleuropäische Händler legierte Metalle nach Afrika, allen voran die Fugger und die Welser. Studenten aus Benin lernten vor 500 Jahren schon an der Universität in Lissabon. Und da sollen nicht schon mal Bronzen den Weg nach Europa gefunden haben?

Das ganze Erklärungsgebilde der Frau Doktor ist schon bei einfachsten Dingen ganz und gar unwissenschaftlich und man darf sich fragen, warum in aller Welt und in welcher Mission sie gegen fast den gesamten Handel agiert. Dabei nimmt Plankensteiner die letzten Jahre seltsam und mehrfach Bezug zum Ethnologen Hermann Forkl, den sie bei der Ausstellung zum Benin-Buch noch als einzigen Museumsvertreter nicht ins Boot holte. Auf Grund vergangener Erfahrungen nahm ich nun auch bei ihr an, dass sie, wie weiland Forkl in der Stuttgarter Posse, hinter pauschalem Angriff gegen den Handel sehr eigene Interessen verfolgt und diese neu entdeckten Symphatien einer musealen Blockbildung dienen sollten.


2 Köpfe
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Um auf die Köpfe näher einzugehen beginne ich methodisch mit den zwei oben schon erwähnten aus dem Buch "Benin - Könige und Rituale", für das Plankensteiner verantwortlich war und verlinke darunter drei Köpfe aus meiner Galerie, die Plankensteiner als Fälschungen bezeichnet.

Auf der Seite 372 ist der "Gedenkkopf eines Königs" 16. Jahrhundert, 24 cm, aus "Österreichische Privatsammlung" abgebildet. Der einzige Kopf im ganzen Buch, der nicht aus einem Museum ist, aber ausnahmsweise trotzdem echt sein darf.

Auf der Seite 210 und seltsamerweise später noch einmal auf Seite 492 ist der "Königliche Gedenkkopf", 16. Jahrhundert, aus dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg abgebildet, der, nach Plankensteiner, ganz wichtig sei. Durch eine zweifache große Abbildung betont als der "Wichtigste" im Buch, nicht nur im Text sondern auch im Bild, stellt sich die Frage, was diese sehr unübliche Doppelabbildung soll?


  Ösreichische Privatsammlung  

Bronze

 
Seite 372, "Gedenkkopf eines Königs" 16. Jahrhundert, 24 cm, aus "Österreichische Privatsammlung"
Seite 210 und 492. "Königlicher Gedenkkopf", 16. Jahrhundert. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 
Beide Köpfe des Buches haben zeitliche, stilistische und geografische Überschneidungen mit mehreren Objekten der Galerie. Hier drei der Sammlung Garn. Hart und kontraststark fotografiert, ohne Weichzeichner:

  Kopf der Sammlung Garn
Kopf der Sammlung Garn
Kopf der Sammlung Garn

  89_3 | Kopf
  Benin, um 1600.
Benin, um 1650.
Benin, um 1650.

Hinterfragt man nun die Begriffe "Österreich", "Privat" und "Sammlung" des Kopfes im Buch auf Seite 372 und warum der zweite Kopf so wichtig sein soll, wird man auf Seite 492 fündig. Dort schlägt Plankensteiner im Text die Brücke von einem Kopf zum anderen. Der Eine wird durch den Anderen empfohlen. Der eine ist mehrfach betont wichtig und der andere ist der Einzige, der nicht aus einem Museum stammt, aber ausnahmsweise doch echt sein darf. Da, wo bei unseren Objekten von Plankensteiner die thematische Wiederholung eines Motivs zum Beweis für eine "plumpe" Fälschung wird, mutiert im Benin-Buch eine Ähnlichkeit zum Beweis der Wertigkeit.

Für einen Kopf dieser mittleren Qualität des häufig verwendeten Motivs wie der aus der "Privatsammlung" bekommt ein angesehener Händler oder ein Auktionshaus etwa zwischen 40.000,- und maximal 150.000,- Euro. Ganz selten, mit hervorragender Provenienz, erbringt ein solcher Kopf auch bis zu 4.000.000,- Euro. Eine Recherche hierzu finden Sie auf unserer Ausstellungsseite Kunst aus Ife und Benin von 2007.

Die ganzseitige Platzierung von Kopf Nr. 142 aus Privatsammlung neben einem mittelgroß abgebildeten Kopf des Museum für Völkerkunde Wien aus der bekannten ehemaligen Leipziger "Sammlung" Hans Meyer und dem Verweis auf das wichtige, fast identisch aussehende Objekt auf den Seiten 210 und 492 erfüllt nun die Grundlagen einer sehr gut gebauten Provenienz. Würde dieser Kopf heute auf dem Markt erscheinen, hätte er alles, um nun einen Preis in Millionenhöhe  zu erzielen oder einen bereits so hoch erzielten Preis durch diese Platzierung zu bestätigen.

Warum, entgegen der eigenen Privat=Falsch-These, Frau Plankensteiner ausgerechnet diesen Kopf aus "Österreichischer Privatsammlung" nimmt, um mit ihm auf der Internetseite des Museums (17.11.2012) an die Ausstellung zu erinnern, blieb lange ein Rätsel. Sie läßt im dortigen Begleittext zwar schreiben "Die Kunstwerke dienten zur Verherrlichung des Königs als politisches und religiöses Oberhaupt" was in der Auschließlichkeit auch schon wieder falsch ist, in ihrem Fall dient es aber ganz sicher nicht mehr der Glorifizierung eines Potentaten, sondern, wie sich bald herausstellen sollte, der eines persönlich bevorzugten Galeristen in Wien.

Das Funktionieren einer wertsteigernden Strategie setzt für Plankensteiner scheinbar voraus, dass es so wenig wie möglich konkurrierende Objekte gibt.

Dieser Kopf aus der ehemaligen Sammlung Harald Leo Diamond, gehörte ursprünglich dem Museum und erfuhr schon unter Duchâteau eine eigentümlich anmutende Legendenbildung. Für 126 Einzelstücke, die Diamond bei einem geschäftlichen Aufenthalt 1969 in Sachen Tropenhölzer in Lagos gekauft hatte, tauschte er den Kopf mit dem Wiener Museum. Nach seinem Tod 1991 rühmte sich Duchâteau, den Kopf wieder für das Museum gewonnen zu haben. Im Jahr 2000 musste der Kopf jedoch wieder an eine Erbin von Diamond zurückgegeben werden, die ihn dann dem Wiener Galeristen Konzett verkaufte.

Der Kopf stand ergo während den Vorbereitungen zum Plankensteinerschen Benin-Buch explizit zum Verkauf. Der Hinweis "Privatsammlung" ist kalkuliert falsch und irreführend. Es hätte korrekt heißen müssen "Freier Handel".

Herr Duchâteau hatte noch ein gesteigertes Interesse, in seiner Buchveröffentlichung von 1995 den von ihm fürs Museum zurückgewonnenen Kopf zentral abzubilden. Warum Plankensteiner diesen Kopf dann aber in denn Mittelpunkt ihrer Buchveröffentlichung stellte, nach dem er sich nun explizit im freien Handel befand, kann nur zwei Gründe haben. Der erste wäre Inkompetenz: Sie übernahm unbesehen die Ausarbeitungen Duchâteaus, denn eine flotte Karriere hat keine Zeit. Die Abbildung des nahezu identischen Kopfes aus dem Hamburger Museum im dicken Benin-Buch hätte vollkommen als Beispiel dieses Typus genügt. Die zweite Möglichkeit wiegt deshalb noch schwerer: Sie ist mit dem lokalen Handel verbandelt und denunziert zu diesem Zweck lästige Konkurrenz.

Gegen Kontakte mit dem Handel ist nichts einzuwenden, um mit meiner Analyse den Wiener Kollegen nicht in ein falsches Licht zu rücken, - aber gegen die unsaubere und Existenz vernichtende Methode des Denunzierens unter einem pseudo-wissenschaftlichen Mäntelchen sehr viel.

Man darf also die Vermutung ausdrücken: Das Buch könnte sich gelohnt haben. Hergestellt hochsubvensioniert aus deutsch-österreichischen Steuertöpfen. Verwoben mit eigenen subtilen Interessen, die nichts mit Wissenschaft zu tun haben, und fertig ist entweder der Karrierebaustein oder das gefüllte Portemonnaie.

Dem Händler und Kapitän Albert Maschmann sagte man nach, dass er 1899 unter Eile die letzten noch verfügbaren Objekte des Plünderungsfeldzuges der Briten gegen Benin-Stadt aufkaufte. Interessanterweise würde dieser Kopf dann in das Rückforderungskontingent passen, das heute von Nigeria beansprucht wird. Dies könnte erklären, warum Plankensteiner bei ihrer Veröffentlichung diesen Teil der Provenienz weglässt. Bei unseren Recherchen mussten wir feststellen, dass hier ein richtig gehendes Verwirrspiel getrieben wird, bei dem mit Herkunft, Beschreibung und selbst bei Zentimeterangaben jongliert wird.

Die diffusen Ängste der Rückforderung sind aber in diesem Fall unbegründet, was das Tun der Ethnologin wieder in Richtung Inkompetenz verschiebt. Doch auch hier kann man sich nur wundern, ist doch das Thema Restitution vordergründig eine durchaus wichtiges Anliegen der Dame, dem sie schon eine ganze Abhandlung widmete. Man könnte sogar fast anerkennen, dass sie sich einige Verdienste zu diesem Thema schuf, - wäre da nicht die seltsame Doppelmoral aus ihren vermuteten Nebenerwerben und die Verschleierungen von Herkunft. Tatsächlich forderten die eingeladenen Gäste aus Nigeria auf dem Symposium in Wien 2007 nur das Raubgut der Briten von 1897. Und das liegt, schön numeriert, in europäischen Museen. Auch reichlich in Wien. Was Frau Plankensteiner in ihrem aufgesetzten Paternalismus lieber wegläßt. Auch von Berlin bekam sie wohl einen Maulkorb. Mit keinem Satz in ihrem unnötigen Artikel wird deren heikler Bestand erwähnt.

Wird in Veröffentlichungen mit Plankensteiners Handschrift von der Benin-Kultur noch als einer der bedeutendsten Kulturen der Menschheit fabuliert, müsste sie sich in diesem Zusammenhang doch einmal die Frage stellen, was Handwerks- und Künstlergilden über einen Zeitraum von über 1000 Jahren denn so produzierten. Sie warteten ganz sicher nicht auf einen Befehl von Plankensteiners Gottkönig um alle fünfzig Jahre pro Werkstatt ein Wunderwerk für die Menschheitsnachfahren zu schaffen. Nein. Es wurde emsig gearbeitet. Nach 1897 bis heute wurden von Nigerianern ihr Familienbesitz aus vielen Jahrhunderten angeboten, weil für alte Stücke in Europa nach der Diebstahlsaktion der Briten verführerisch hohe Preise erzielt wurden. Nach 1897 existierten die Werkstätten, oh Wunder, immer noch und produzierten ebenso emsig weiter. Aber keine Fälschungen, wie Plankensteiner unentwegt dümmlich publiziert, sondern zu 99% qualitativ sehr gute und auch schlechte Repliken und Neukreationen.

Der Sammler und mäzenatische Aufkäufer Hans Meyer, dessen an Leipzig vermachte Objekte fast alle ebenfalls aus dem freien Handel und privaten Sammlungen stammen, hat seine Objekte ungefähr zur gleichen Zeit wie der Breslauer und spätere Dresdener Sammler Paul Garn gekauft. Nahezu alle von Meyer gekauften und dem Leipziger Museum vermachten Bronzen stammen aus nigerianischen Verkäufen zwischen 1900 und 1920. Warum das abgebildete Meyersche Objekt, erstaunlicherweise nur halb so groß neben dem Kopf der "Privatsammlung" abgebildet, nun echter sein soll als ein vergleichbares Objekt der Sammlung des Herrn Garn entzieht sich meiner Kenntnis.

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3. Kopf
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Es kommt nun ein weiterer Kopf und Sotheby's ins Spiel, mit dem Frau Plankensteiner schon wieder zu tun hat und die Frage auftaucht, warum auch dieser eine verblüffende Ähnlichkeit mit den zwei schon beschriebenen hat.

Ein französischer Händler bot am 17. Mai 2007 im Auftrag bei Sotheby's in New York. Der europäische Käufer blieb anonym. Interessant ist der Hinweis: Property of the Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York. Ein Museum.

Derselbe Provenienznachweis taucht in Plankensteiners populistischem Büchlein "Visions of Africa - Benin" ISBN 978-88-7439-410-4 wieder auf. Der Kopf ist in der gleichen Perspektive, aber in leicht anderem Licht wie bei Sotheby's dort wieder abgebildet. Im Jahre 2010 allerdings schon wieder mit der Albright-Knox-Provenienz die nun, drei Jahre später, als einzige Herkunftsangabe aktuell nicht mehr stimmte. Der Kopf ist zu diesem Zeitpunkt bereits in privater Hand. Warum sie nur die Museumsherkunft aus USA angibt, aber vorige Händlerstationen wie Louis Carré oder den jetzigen privaten Besitzer unterschlägt, bleibt schon wieder ein Rätsel. Warum ist nicht ein Verweis auf Tafel 54 bei Luschan angegeben, wo dieser Kopf noch 1917 dem Berliner Museum zugeschrieben wird? Wieder hat es Plankensteiner mit einem Objekt des Handels zu tun, wieder hat es eine interessante Provenienz, wieder wird von Plankensteiner in der Provenienzangabe gefälscht und wieder auf eine Weise verwirrt, die wissenschaftlich völlig unüblich ist.

In Veröffentlichungen vergleichbar diesem Buch wird sehr genau mit Copyright bei Bildrechten umgegangen. Zu jedem Bild holt man sich das Druckrecht. Plankensteiner hat offensichtlich ein aktuelles Bild erhalten und somit auch das Abbildungsrecht, gibt aber, drei Jahre nach der Versteigerung, den alten und somit falschen Besitzer an. Wer ist der neue Besitzer?

Der Gedanke an eine weitere lukrative Kooperation drängt sich schon wieder auf.


  Knox

 
Links: Österreichische Privatsammlung, 2007, in Benin - Könige und Rituale
Mitte und rechts: Albright-Knox, 2007 Sotheby's und 2010 bei Plankensteiner in "Visions of Africa - Benin"

 
Unabhängig davon was sich hinter diesen Versteckspielen an Absichten vermuten lässt, ist gerade die frappierende Ähnlichkeit auffällig mit der etwas bezweckt werden soll. Bei einem Streifzug durch die museale Literatur setzen sich diese Ähnlichkeiten ohne vermutete Hintergründe bei anderen Köpfen fort. Dies ist als Beispiel von besonderer Bedeutung, führt es doch die Beurteilungen von Frau Plankensteiner bezüglich unserer Bronzen durch zwei eigene Populärbände ad absurdum. Sie argumentiert bei allen unseren Objekten die ein bekanntes Motiv darstellen, die Ähnlichkeit selbst sei der Beweis für eine Fälschung. Weder naturwissenschaftliche noch relevant stilistische Einwände kann, oder will sie nicht, für diese Behauptung anführen.

  Felix von Luschan - Tafel 54

 

Der Kopf wird hier noch Berlin zugeschrieben, danach dem Wiener Museum und bei Plankensteiner wird derselbe (oder der gleiche?) zu "Österreichische Privatsammlung".

Ein erstes Mal der Kopf aus dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, mit dem Plankensteiner später mehrfach auf den Kopf der "Österreichischen Privatsammlung" verweist.

 
Es folgen drei ähnliche Köpfe aus verschiedenen Museen. Durch unsere Museumsliteratur und Abbildungen von Privatsammlungen kennen wir in der Galerie um die dreißig Köpfe dieser Art.

 

Kopf London

Ein fast identischer Kopf zu Plankensteiners "Privatsammlung" aus dem Buch Bildwerke aus Nigeria. Beachtenswert auch hier die identisch aufgerauhte Stirn.

London, British Museum
Höhe 23,5 cm, zwischen 1550 und 1650


 

Ein etwas plump gearbeiteter Kopf aus dem Buch Benin. 1968. Auffällig das grobe Haarnetz und die großen Rosetten, die Plankensteiner bei einem unserer Exponate als Beweis einer Fälschung anführt.

Houston, Museum of Fine Art
16. Jahrhundert

Kopf London

 

Musee de l'homme

Aus: Arts connus et arts meconnus de l'Afrique noir. Collection Paul Tishman.

Paris, Musee de l'Homme, 1966
Höhe 22 cm, ohne Alteransgabe


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Eine Kapriole am Rande. Ein Drittel der von uns erworbenen Bronzen der Sammlung Paul Garn sind aus Mali. "Dazu könne sie nichts sagen, es fehlen ihr die Kenntnisse", schreibt Plankensteiner. Ein ehrliches Statement. Doch dann schreibt sie, 99 % der Objekte der Sammlung Garn seien falsch. Eine mathematische Meisterleistung.


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Unterstützt wird Plankensteiner bei ihren Unterstellungen von Herrn Peter Junge, Doktor der Völkerkunde und in der Dimension der Verbiegungen ungefähr die gleiche Liga. Mit ausdauernden Akribie setzt der Berliner Abteilungsleiter Bronzen in Tabellen mit Alterzuordnungen und zweifelt dann an, dass es funktioniert. Interessanterweise wäre ich bei vielem seines Geschriebenen inhaltlich in Deckungsgleiche und Plankensteiner wäre gut beraten, seine Texte aufmerksamer zu lesen. Warum Junge bei einigen Händlern den Spieß ganz unwissenschaftlich umdreht und offensichtlich, entgegen seiner eigenen Publikationen seit Jahren gegen sie agiert, scheint zunächst ebenfalls ein Rätsel.

Vermutlich ist er über Hintergründe des Kopfes aus einer "privaten" österreichischen Quelle informiert, - hat er doch den Begleittext zu dem Bildkapitel von Köpfen im großen Benin-Buch verfasst. Interessanterweise hat er in den Beschreibungen von sechs abgebildeten Köpfen nur vier beschrieben. Zwei nicht. Das fällt auf. Denn mit Ausnahme dieser beiden Köpfe sind ansonsten sämtliche Abbildungen im Buch textlich behandelt.

Der eine ist wieder jener aus der "Privatsammlung". Der andere nicht Beschriebene ist jener daneben halb so groß abgebildete aus der ehemaligen Leipziger "privaten" Sammlung von Hans Meyer. Was will Herr Junge schamhaft hier nicht ansprechen? Liegt hier ein Grund verborgen, warum Herr Junge mich, den Autor, ebenfalls und sehr unwissenschaftlich diskreditiert?

Mit Herrn Junge, Ethnologe mit einem ganz anderen Thema seiner Doktorarbeit als Bronze, Benin oder Kunst, scheint Frau Plankensteiner etwas zu verbinden, das über Koautorenschaft hinausgeht. Da bezogen auf Alterszuordnung zu Bronzen bei den Beiden nichts Geschriebenes zusammenpasst, versuchen sie gegen unsere Galerie, sie plump direkt, er indirekt folgernd, mit Geschichten von Strahlenkanonen, mit denen zwei Meter großen Artefakten ein Alter angeschossen werde und vom Hineinschmieren von testbarem Material zur Altersbestimmung eine sehr mißglückte Logik zu konstruieren. Gemeinsam ergehen sich beide in stilistischen Verweisen die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kaffesatzleserei angesiedelt sind. Die zwanghaften Versuche, anhand der nicht anwendbaren metallurgischen Alterzuordnungen eine stilistische Ordnung zu stricken, misslingt Plankensteiner ganz endgültig. Besseres hätte sie bei Junges Veröffentlichungen nachlesen können.

Was die Frau in ihrer richtenden Anmaßung bewusst in Kauf nimmt, läßt sich an jener "Expertise" für das Berliner LKA herauslesen, die bei mir nach Plankensteiners Unsinn eine Hausdurchsuchung machten, Bronzen und Computer beschlagnahmten und über 26 Monate ermittelten. Plankensteiner wirft in dieser "Expertise", mit Briefkopf des Museum für Völkerkunde Wien, dem Labor Ralf Kotalla vor, mit falschen Gusskernen zu agieren und Gefälligkeitsgutachten zu erstellen. Eine Existenz bedrohende Betrugsunterstellung. Sie wirft mir, Peter Herrmann vor, ich würde mit ionisierenden Strahlungen Objekten das von mir gewünschte Alter beifügen. Sie wirft dem beteiligten Kunsthändler Wolfgang Roth und dem Auktionshaus Günther in Dresden vor, eine falsche Provenienz gebaut zu haben. Ein weiterer hochkarätiger Betrugsvorwurf. Sie wirft afrikanischen Künstlern vor, Fälschungen zu produzieren und macht sie über den Betrug hinaus zu Hehlern.

Das Ganze ist in der logischen Fortsetzung ihrer Ausführung bandenmäßiger Betrug und organisierte internationale Kriminalität, auf die sich nun ein Kriminalbeamter stürzte, der damit den Fang seines Lebens zu machen glaubte, kurz nachdem der Fall Beltracci seinem Chef medienwirksame Fernsehauftritte einbrachte. Bestellte Rohlinge aus Nigeria und Kamerun würden mit ionisierender Strahlung bearbeitet um sie zu altern. Fälschen einer Patina. Dann Einbringen von präparierten Gusskernen. Danach planmäßiges Herstellen einer Provenienz im Zeitraum von mindestens zwanzig Jahren, zu dem wir den Erben des Sammlers Paul Garn in Dresden planmäßig aufbauten. Ist diese Frau noch bei Trost?* Und Herr Junge macht fleißig mit. Jener Herr Junge, der verbreitet, bei allen auf Metall untersuchten Bronzen des Berliner Museums sei kein Aluminium drin. In sechs Objekten der Sammlung Garn aber schon, weshalb alle 28 Bronzen falsch seien. Wobei er geflissentlich verschweigt, dass 1970, dem Jahr der Prüfungen der Berliner Museumsstücke, gar nicht auf Aluminiumanteile untersucht wurde, denn sonst würden in den von ihm veröffentlichten Listen Al 0,00 % stehen und nicht Nichts. Aluminium brachte in den 1990ern erst, - na wer wohl? - Herr Pernicka, der zuerst von Forkl und nun von Plankensteiner empfohlene weitere Doktor ins Spiel. Warum solche Bösartigkeiten wider besseren Wissens?

Diese schlussfolgernde, fixe Idee der Bandenkriminalität gibt Plankensteiner nun schon mindestens seit 2007 ungebremst gemeinsam mit Herr Junge aus Berlin von sich und war nie justiziabel zu fassen. Trotz diesen existenzvernichtenden Behauptungen blieb die Frau Doktor aber alle Antworten auf ihre Vorwürfe schuldig. Sie sagt nichts über Legierungen, sie führt nicht aus, wie Patinierung aufgebaut werden sollte, und sie faselt diskriminierend rassistisch von Kameruner und Nigerianischen Fälscherwerkstätten, die auf keinem ihrer "Beweisfotos" tatsächlich welche sind. Auf ihren Fotos mit denen sie bei Vorträgen kolportiert, sind alles legale Replikengießer. Nur deshalb kommt sie auf das Geschwätz einer Fälschungsschwemme, weil sie nicht ausgebildet ist eine Replik von einer Fälschung zu unterscheiden. Oder weil sie eben ganz andere als wissenschaftliche Gründe für ihre Behauptungen hat. Nachdem ich also angezeigt wurde, bedankte ich mich in einem offenen Dankesmail bei Plankensteiner.

Bei Frau Plankensteiner taucht nirgendwo auf, dass ihre Abteilungsleiterkollegin Dr. Silvia Dolz, Kustodin der Afrika-Abteilung des Museum für Völkerkunde Dresden, die Existenz und Sammlertätigkeit von Paul Garn noch aus DDR-Zeiten kennt. Frau Dolz erinnerte sich sehr wohl an einige seiner Bronzen schon in der Vorrecherche zu unserer Ausstellung. Nicht nur an einige genau bestimmte Objekte, sondern auch an weitere Kisten die mit ihr unbekanntem Inhalt im Keller lagerten. Den letzten von uns erstandenen Ife-Kopf aus der Sammlung Garn konnte wir nur bekommen, weil uns Frau Dolz bei der Durchsicht einiger von uns bereits gekaufter Objekte darauf hinwies, dass wir ein wichtiges Objekt aus der Sammlung offensichtlich noch nicht gesehen hätten. Die Erben wollten den Kopf nämlich zunächst behalten. Den Hinweis gibt es schriftlich. Unterstellt Dr. Plankensteiner deshalb ihrer akademischen Kollegin ebenfalls, Mitglied in einer Betrugsbande zu sein?


Behauptungen
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Frau Silvia Dolz, Mitautorin in dem Benin-Buch von Plankensteiner, kommt nun, eingekeilt zwischen zwei sehr unterschiedlichen Interpretationen zu dem tollkühnen wissenschaftlichen Schluss, die Objekte des Herrn Garn seien aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. So alt wie das europäische Einkaufsdatum also. Sie, der Erbe Garn und das Auktionshaus, über das sie Objekte schon für das Museum angekauft hatte, kannten sich, noch bevor ein Herr Roth und ein Herr Herrmann überhaupt von der Existenz der Sammlung wußten. Da kann man ja nun schlecht behaupten, die Objekte wären ganz neu. Sie sagt deshalb: Ein bißchen schwanger.

Trotz höflicher Korrespondenz über mehrere Jahre blieb mir Frau Dolz die immer wieder angefragte Antwort schuldig, wie es gehen könne, dass dann die Thermolumineszenz-Analyse nicht plus minus 80 Jahre anzeigt. Es ist nicht möglich, selbst mit der teuersten, hypothetisch gedachten ionisierenden Strahlung, ein Alter von 80 Jahren stilistisch in Anpassung an 500 Jahre, 300 Jahre oder an 150 Jahre hin zu manipulieren. Einen Reiter aus der Sammlung Garn, hergestellt für den europäischen Markt des frühen zwanzigsten Jahrhundert hatten wir zu diesem Anschauungszweck in die Ausstellung genommen. Er zeigt +- 70 Jahre.

Frau Plankensteiner wußte um die Herkunft der Bronzen und könnte mit einem Funken Logik nicht das behaupten, was sie uns seit Jahren unterstellt. Ein Teil der Anzeige gegen drei Händler und einen Erben hieß Provenienzerschleichung !

Frau Dolz und Frau Plankensteiner waren über diesen Umstand der Sammlungsherkunft sehr wohl in Verbindung. Als wir unsere Ausstellung in Miami im Jahre 2009 machten, wurden wir am dortigen Lowe-Museum mit fatalen Auswirkungen angeschwärzt und denunziert. Lange danach und nach großem finanziellen Schaden konnten wir in Erfahrung bringen: Von Frau Dolz und von Frau Plankensteiner.

Die gesamte negative Beurteilung der Sammlung Garn schafft Frau Plankensteiner wundersamerweise, ohne die Bronzen im Original gesehen zu haben. Auch Herr Junge war 2007 nur einmal in der Galerie und sah andere (!) Bronzen als die der Sammlung Garn. Er schaute aber nicht die Bronzen an, sondern war sich schon beim Hereinkommen in die Galerie sicher, nur Fälschungen zu sehen. Mehrere meiner Versuche, mit ihm in eine Korrespondenz zu kommen um sein Urteil und seinen Standpunkt zu verstehen, blieben von ihm unbeachtet. Obwohl er gar nichts im Detail gesehen haben konnte, war es wohl Herr Dr. Junge, auf dessen Einschätzung Frau Dr. Plankensteiner offenbar "blind" vertraute. Wunderbar - da braucht es ja kein Original mehr, für eine studierte Philosophin mit Nebenfach Hellseherei.

Im Frühjahr 2012 stand Herr Junge dann doch noch einmal vor meiner Galerietüre und ließ meinen Adrenalinspiegel steigen. Ich öffnete und drückte meine Freude aus, ihn trotz der Querelen zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt war die teilweise beschlagnahmte Ausstellung mit Objekten der Sammlung Garn ergänzt mit Bronzen anderer Sammlungsherkunft. Junge betonte beim Hereinkommen, "er sei nicht wegen des Verfahrens hier, sondern weil er einige Plynthen von Köpfen anschauen wolle, da er gerade zu diesem Thema arbeite". Wie sich herausstellte, leider eine unverfrorene Lüge. Dieser Besuch diente dazu, einen weiteren Bericht zu erstellen um nun sagen zu können, "man hätte am Original gesehen". Bis heute hinterläßt dies bei mir den Geschmack von Spitzel. Ich erlaubte Herr Junge, bei zwei Objekten Detailaufnahmen an der Basis zu machen. In dem Glaube, er wolle versöhnend auf mich zugehen weil er die Tragweite seiner Behauptungen neu einschätzte. Lange erläuterte ich ihm die Methode der Probeentnahme in einem geschlossenen Bereich bei einem Bronzestab der Yoruba, der auf absolut unqualifizierte Weise von Plankensteiner verissen wurde. Diese Erläuterung, die scheinbare Zustimmung bei Junge fand, findet sich nirgendwo zu meinen Gunsten. Dafür ein völlig belangloses Fabulieren über ein Tierlein in der Basis, das hier sein müsste und dort nicht sein dürfte.

Kommen derart Gutachten zustande, die eine Beurteilung von Ermittlungsbehörden begründen sollen? Es ist an dieser Stelle deshalb interessant, auf einen weiteren Zusammenhang zu verweisen der nach erweiterter Kooperation und einer simplen Erklärung für das Verhalten riecht. Herr Peter Junge kooperierte mit dem Händler Udo Horstmann, auch genannt: "der Waffenhändler" indem er dessen Sammlung in einer gemeinsamen Ausstellung mit Buch über den grünen Klee lobt. Horstmann wiederum kooperiert mit einem Herrn Stephan Herkenhoff der fingierte Preisanfragen bei mir machen ließ und, den Denunziantenkreis schließend, derjenige ist, der mich beim LKA im Auftrag der ganzen Gruppe angeschmiert hat. Noch bevor ich selbst davon etwas mitbekam, gab es bereits die erste Stellungnahmen und unmittelbar nach der Hausdurchsuchung sofort legitimierend nachgereicht die Expertise von Frau Plankensteiner beim LKA, auf die Herkenhoff verwiesen hatte. Das alles ohne Geschädigte.

In Kürze: Plankensteiner und Privat-Kopf der Benin-Kultur zusammen mit Junge. Junge mit "Sammler" Horstmann. Händler Horstmann mit Entwistle Gallery. Entwistle macht exklusive Einlieferungen von Bronzen bei Sotheby's im hohen Preissegment. Horstmann und Herkenhoff denunzieren zeitgleich Herr Ex-Ministerpräsident Reinhard Klimmt, der wiederum bei dem einzigen staatlich vereidigten Sachverständigen Bernd Schulz einkauft. Herr Schulz steht inhaltlich hinter meinen Ausführungen und läßt Bronzen ebenfalls beim Labor Kotalla testen. Bei Schulz hat Horstmann, wie bei anderen auch, Hausverbot. Bei der Anzeige wird von dessen Freund Herkenhoff beim LKA direkt verwiesen auf Plankensteiner, die unbesehen die gesamte Sammlung vernichtet. Weiter verwiesen wird zur Absicherung auf Ernst Pernicka, in dessen Prüflabor erstaunlicherweise und sehr dienlich, nur "neue" Objekte erkannt werden.

Frau Plankensteiner ist somit Teil einer groß eingefädelten Intrige, die nichts anderes im Sinn hatte, als Konkurrenz mit brutalstmöglichen Methoden vom Markt zu eliminieren.

 
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Fälscherwerkstatt
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Wie hochgradig verwirrend Frau Dr. Plankensteiner vorgeht, möchte ich an einer Hypothese darstellen die sich aus ihren Veröffentlichungen zu Fälscherwerkstätten ableitet. Ich möchte aber sehr deutlich betonen, dass ich in der Realität nichts so kenne wie Plankensteiner es beschreibt. Vor den Ausführungen zu ihr ist wichtig, meine eigene Karriere der ihren gegenüberzustellen:
Ich habe etwa vier Jahre in Kamerun und vorher vier Jahre in Nigeria gelebt, habe eine handwerkliche Ausbildung als Kunsttischler und Restaurator, bin von Familie aus künstlerisch erzogen und habe als roten Faden meiner innenarchitektonischen Berufsjahre und meiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Galerist das Thema Form und Funktion. Mein Spezialgebiet bei alter Kunst aus Afrika sind seit 1987 Bronzen. Seit Jahren arbeite ich mit angestellten Kunsthistorikern, stehe in Korrespondenzen mit Physikern, Chemikern, Ethnologen und hatte unzählige Gespräche mit gebildeten Sammlern. Mein privates dilettierendes Interesse gilt afrikanischer Geschichte und ich bin kulturpolitisch zu afrikanischen Hintergründen aktiv und engagiert. Ich bin berufenes Mitglied der Deutschen Afrika Stiftung als Berater für kulturelle Angelegenheiten und hatte die Ehre, neben vielen namhaften Politikern auch schon Herrn Ex-Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler beraten zu dürfen.

Nun zu Plankensteiners Ausführungen ihrer "entdeckten" Fälscherwerkstätten mit denen sie mich unverblümt in Verbindung bringt:
Angenommen in Nigeria oder Kamerun würde eine professionelle Fälscherwerkstatt existieren, die Rohlinge in dieser Qualitätsgüte und Legierungszusammensetzung liefern würde, wie wir sie bräuchten. Die über ein Labor verfügt in der eine Strahlenkanone steht, die mit Strontium 90 oder Kobalt 210 arbeiten kann. Die ein chemisches Labor besitzt mit Wannen und Bädern und elektrolytischen Vorrichtungen zum Patinieren. Die TL-geprüfte Tonkernreste in allen Altersgruppen als Sortiment vorrätig hat, die dazu notwendigen teuren Prüfvorrichtungen besitzt und diese Tonkernsubstanz ohne Bindemittel einbringen kann. Eine Werkstatt, die gut genug organisiert wäre, über Jahrzehnte den Weltmarkt mit derartigen Fälschungen zu beliefern ohne aufzufallen. All dies würde nun ausgerechnet von Frau Plankensteiner bei Kurzaufenthalten, die sie unverfroren als Feldforschung deklariert, "entdeckt"???

Hätte Indiana Babs Plankensteiner etwas derartiges wie solch eine Fälscherwerkstatt gefunden, deren notwendiges Inventar ich mal vorsichtig auf eine Million Euro schätze (und man dennoch nicht alle Prüfmethoden überlisten könnte), wäre sie beim Versuch die Schwelle zu übertreten in beiden Ländern sofort und ohne Zeitverzögerung mausetot. Hätte sie geschafft, da hineinzukommen und noch einen Fotoapparat herauszuholen, wäre sie allerspätestens dann fällig gewesen. Eine solche Werkstatt wäre ein Hochsicherheitstrakt mit Bewachungspersonal. Aber doch kein Vorhof einer Lehmhütte mit lächelndem Handwerker wie auf ihren "Beweisfotos".

Alleine das Material, das man zum "ionisierenden Beschuß" bräuchte, so erklärte mir unter schallendem Gelächter ein Metallprüfer, würde mir nicht das LKA an den Hals kleben, sondern internationale Geheimdienste. Wir wären mit einer solchen Anlage in der Lage eine "schmutzige Bombe" herzustellen. Hat Frau Plankensteiner vielleicht zu viele Groschenromane gelesen? Im Lesekreis mit Herr Junge? Aus welchen Quellen schöpfen diese Museumsethnologen? Forkl, Junge, Plankensteiner, Dolz. Im Verein den gleichen Unsinn? Wie hört sich das an, wenn die untereinander telefonieren? Was lernen die auf der Ethnologenschule? Jeder noch ein bißchen individuellen Unsinn fabuliert und damit nicht genug: Alle widersprechen sich dabei auch noch, wie an den obigen Beispielen mit Frau Dolz, Plankensteiner und Herr Junge bereits schon ausgeführt.

Als Beweis eines organisierten Kunstfälschertums Fotos von Frau Plankensteiner mit einem lächelnden älteren afrikanischen Herrn beim Wachskneten für eine Gussform? Als Beweis zwei mal einen Meter hohe Köpfe neben einem Swimming-Pool? Als Beweis drei Meter große Figuren vor einer Hütte in Foumban? Als Beweis das unqualifizierte Gefasel eines Herrn Nevadomsky?

Herr Dr. Junge führt in dem Buch Benin - Könige und Rituale auf den Seiten 185-197 detailliert aus, dass metallurgische Alterszuordnungen nicht funktionieren und gibt der Thermolumineszenz-Analyse den Vorzug. Nur bei uns, die wir genau damit arbeiten, ist das jetzt plötzlich alles anders?


Zwischenbilanz
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Ich fasse zusammen: Frau Plankensteiner bewirbt einen Kopf im Benin-Buch, der sich zu dieser Zeit im Handel befindet. Ein zweiter, fast identischer Kopf wird aus einem Museum in den USA verkauft, drei Jahre später bewirbt ihn Plankensteiner in einem weiteren Buch und gibt dort aber noch die Museumsprovenienz an obwohl er im freien Handel ist. Ein dritter, noch einmal fast identischer Kopf, im Benin-Buch seltsamerweise zweimal abgebildet, mit dem die Provenienz des erst Erwähnten emporgehoben wird, ist im Jahre 2013 nicht mehr im Museum zu sehen und wir wissen noch nicht wo er ist. Auf Auskunft warten wir noch. Abbildungen aller dieser Köpfe befinden sich ausschließlich inmitten von Museumsstücken. Über einen vierten Kopf mit Provenienzangabe Hans Mayer recherchieren wir noch. Nachdem Peter Herrmann Fragen zu dem ersten dieser Köpfe veröffentlicht, erstellt Plankensteiner eine Expertise für das LKA Berlin, nach der bei Peter Herrmann eine Hausdurchsuchung gemacht wird und eine Beschlagnahmung der Sammlung Garn stattfindet. Zur Erinnerung: Es gibt keine Geschädigten, die diese Vorgehensweise rechtfertigen würden.

Ich kann hier eigentlich nur wiederholend Schlussfolgern, dass sich Frau Plankensteiner mit äußerst rüden Methoden von unliebsamer Konkurrenz befreien wollte. Was für einen Grund sollte es sonst noch geben, 28 Objekte der Galerie pauschal als falsch zu bezeichnen, die sie noch nicht einmal gesehen hat? Mit was für einer "Wissenschaftlerin" haben wir hier zu tun?


Fälschungsbuch
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Um das Expertentum der Frau Plankensteiner in Bezug auf Bronzen noch mehr in Frage zu stellen, will ich auf einen Artikel in dem Buch mit dem aufschlussreichen Titel Original-Copy-Fake? verweisen. Neben vielen Fehlern die darin von mehreren Naturwissenschaftlern beschrieben werden, hält Plankensteiner den Spitzenplatz der Absurdität.

Sie schildert ihre Reisen nach Nigeria und Kamerun und verweist bei jeder sich bietenden Möglichkeit zusammenhangslos auf irgendeinen Wissenschaftler, der irgendwas sah. Sternchen und Fußnoten. Name-Dropping und Angeberei. Der Beitrag selbst enthält nichts wissenschaftliches zu Fälschungen wie sie im langen Titel angibt. Nichts. Absolut nichts.

Frau Plankensteiner schreibt über die Werkstattkultur von Replikenherstellern und fabuliert ohne unterscheiden zu können von Fälschung. Verweise auf andere akademische vermeintliche Geistesgrößen scheinen diesem Kardinalsmißverständnis die Färbung von Gelehrtheit zu geben - aber es bleibt doch nur diskriminierender Mist. Über einen der genannten Wegbegleiter hatte ich mich mich schon beim Besuch In der Höhle des Hasen lustig gemacht. Ein Herr Anthropologe Dr. Joseph Nevadomsky, von Frau Plankensteiner mit eifriger Vorliebe genannt, fuchtelte in Wien in geistigen Tiefen umher, dass einem ganz schwummrig wurde.

Bezüglich der Bronzen gibt es einen naturwissenschaftlichen Streit um Legierungsbestandteile auf dem Niveau von Erbsenzählern. Man muss wahrlich nicht studiert haben um zu erkennen, dass es dabei um Profilneurosen und Marktanteile geht. Für dieses Gerangel auch noch einen derart dilettantischen Beweis in Afrika finden zu wollen, ist in hohem Maße unseriös und dient Niemandem.

(Wenn Sie mehr über Replik und Echt erfahren wollen, darf ich auf meinen Artikel von 2008 Alterszuordnungen verweisen, der an mehreren Universitäten für Afrikanistik als Grundlage für Unterricht herangezogen wird)

Ein von Plankensteiner noch gesteigerter Streit der aus dem naturwissenschaftlichen Dilemma abgeleitet wird, ist stilistische Zuordnung zu Alter. Diese Zuordnungskriterien haben Künstler und Kunsthistoriker gelernt. Nicht aber Philosophen oder Völkerkundler, denen Spötter mittlerweile nachsagen, dass sie nicht mehr die mindeste Ahnung von wissenschaftlichem Handwerkszeug hätten. Außer Fußnoten und andauerndes, völlig bezugloses Verweisen auf Ethnologen liefert Plankensteiner nichts Substanzielles. Nur noch Bezug nehmen auf Namen von Vorgänger nach dem Motto: Je mehr Doktor, desto Wissenschaft. Wo früher Ethnologen eine so genannte Feldforschung betrieben und sich über Neues mit Händlern und Sammlern austauschten, mutet heute die Reise von Frau Human-Beamtin an wie Urlaub. Ein paar Mal nach Nigeria und mit Herrn Nevandomsky und seinen Flachmännern nach Foumban in Kamerun.

Dort entdeckt sie die Werkstätten der Bronzegießer und ergeht sich in deren Geschichte, die in der Plankensteinerschen Ausführung schon wieder ignoranter und diskriminierender nicht sein kann. An zwei Meter großen Repliken von normalerweise 50 Zentimeter großen Originalen fabuliert die studierte Frau über die lange Geschichte der Fälschung von Beninobjekten im Kameruner Grasland und findet heraus, dass die erste Fälschung in den 1950er von einem Herr Doktor Soundso entdeckt worden sei. Das hat dann ein anderer Herr Doktor oral überliefert. Herr Doktor Nevadomsky bestätigt dies. Doktoral. Wieder mit Fußnoten. Diesmal kein Literaturverweis. Sonst wäre es ja keine Entdeckung während der "Feldforschung".


Historie
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Es gibt stilistische Überschneidungen der Bronzegießerkunst zwischen Benin und Kamerun schon seit ungefähr 300 Jahren und nicht erst seit den 1950ern wie Plankensteiner behauptet. Die Vermutung liegt nahe, dass die Kunst des Gießens aus Benin nach Kamerun überliefert worden ist. Woher sonst, wenn man Binnenmigrationen und Handwerkerwanderungen nachvollzieht? Schon in den 1990ern äußerte ich anhand von stilistischen Merkmalen einen Migrationsbogen vom südlichen Nigeria über das Gebiet der Kapsiki-Berge im Grenzgebiet des heutigen Nordnigeria und Nordkamerun wieder in den Süden ins heutige Grasland. Nach der Zuwanderung der Bamileke, Bamoun und Tikar ins heutige Grasland gibt es Handwerker- und Künstlerwanderungen vom Grasland in das Gebiet des Nigerdelta und nach Benin. Ein reger Austausch von Gießern aus dem Grasland kann so seit 300 Jahren angenommen werden. Das heutige Nigeria war seit dem 16. Jahrhundert an den internationalen Seehandel angebunden, während die Binnenkulturen des Graslands im heutigen Kamerun diesen Anschluss nicht hatten und auf Kontakt mit Kalabar und Benin angewiesen waren.

  Plankensteiner Copy Fake

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Fotos aus dem Buch Original - Copy - Fake? Hier: Drei Meter große Statuen die Plankensteiner als "Falsche Antiquitäten" bezeichnet.

Angriff
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Denkt Frau Plankensteiner, dass es bei dem ganzen Aufwand um das Herstellen einer Fälschung inklusive Bestellung von Rohlingen nicht möglich wäre Legierungen zu bestellen, die kein Aluminium enthalten würden? Oder dass die angebliche Fälscherbande mit dem Hintergrund aufwändiger Laboratorien nicht in der Lage wäre, mit einem Zinkanteil von unter 30 % zu agieren? Diese zwei Faktoren sind im Wesentlichen jene, um welche sich ein paar Naturwissenschaftler streiten.

Herr Forkl, ihr Stuttgarter neuer Freund, nannte das damals Krakenkartell, als was Plankensteiner uns beschreibt. Hat Frau Plankensteiner nicht mitbekommen, dass ihm das damals gerichtlich untersagt wurde? (Stiftung Vergessene Kulturgüter). Warum wiederholt Plankensteiner den ganzen Schaden den Forkl damals anrichtete? Selbst bis zu scheinbaren Bagatellen wie das Briefpapier des Museums kopiert sie die damaligen Vorkommnisse? Haben ihr die Herren Pernicka und Forkl die Konsequenzen von verlorenen Prozessen nicht erzählt?

Ich möchte an dieser Stelle noch daran erinnern, dass Herr Forkl nicht gegen mich juristisch vorgehen konnte, als ich ihm unterstellte, er habe als Museumsmann sich selbst (Privatmann) eine Friseurschildersammlung für 160.000,- DM abgekauft. Auch er hat mich vorher wegen scheinbar gefälschter Bronzen jahrelang denunziert, um Kollegen und mich schlicht vom Museum fernzuhalten. Damit wir nicht mitbekommen, was ich dann trotzdem mitbekommen habe. Kurioserweise erst durch den Prozess, den er gegen mich anstrengte. Warum eine Wiederholung dieses schmutzigen Spiels?

Kennt Plankensteiner den wichtigen Prozess eines süddeutschen Händlers in den 1990ern, in dessen Verlauf der von ihr als naturwissenschaftliche Experte benannte Herr Dr. Pernicka ganz schlecht aussah und Vorhandensein von Aluminium in Legierung, Schlacke und Ton dann doch zugeben musste? Einen Prozess bei dem es ebenfalls um eine scheinbar gefälschte Bronze ging und von Professoren und Doktoren der Chemie und Physik aus unterschiedlichen Instituten sehr wohl bestätigt wurde, dass ein Aluminiumanteil in der Legierung unabhängig vom Alter völlig normal ist.

Wenn Plankensteiner natürlich nur die Herren Forkl und Pernicka fragt, bekommt sie eben die entsprechende Antwort von Verlierern. Pernicka dürfte auch kaum geahnt haben, was Plankensteiner da derzeit gerade anrichtet. Ob sie wohl schon mal gehört hat, dass man für eine wissenschaftliche Aussage mehrere Positionen miteinander abgleicht? Nicht nur EINE unkontrolliert übernimmt? Plankensteiner wäre gut beraten, auf der Seite von Prof. Dr. Josef Riederer, dem ehemaligen Direktor des Rathgen-Forschungslabor nachzulesen, der in Echt und Falsch schon vor vielen Jahren diesselbe Thesen wie wir vertrat. Wie fast alle Experten. Ausser Plankensteiner.


Eine Klage ihres guten Bekannten und von ihr beratenen Herrn Berswordt-Wallrabe wegen nigerianischer Bronzen gegen René David, den ehemaligen Leiter der Galerie WALU, wurde von Berswordt-Wallrabe aus leicht nachvollziehbaren Gründen zurückgezogen. Alle entstandenen Kosten der Galerie WALU mussten erstattet werden. Der nächste wohlhabende Looser auf dem Zettel von Plankensteiner. Herr David hätte den Prozess gerne weitergeführt um schon damals einen Präzedenzfall zu schaffen.

Warum geht sie nicht auf den staatlich vereidigten Sachverständigen Herr Schulz los? Warum nicht selbst gegen das Auktionshaus Koller in Zürich mit Expertisen von Labor Kotalla? Warum nicht gegen Sotheby's? Warum nicht gegen Christie's? Warum nicht gegen Lempertz? Warum nicht gegen Druot? Warum nicht gegen Entwistle Gallery? Alle handeln mit Bronzen und wenige dieser Objekte in London, Paris und New York haben einen ähnlich gut nachvollziehbaren Provenienzhintergrund wie den von Paul Garn aus Dresden.

All diese Vorwürfe, nur weil ich seit Jahren fordere, dass die Kunst endlich den dafür nicht ausgebildeten Ethnologen aus der Hand genommen wird? Was übrigens Carl Einstein 1915 und Eckhart von Sydow 1927 schon gefordert haben. Oder all dies vielleicht doch deshalb, weil ich schon 2007 auf den Kopf in dem Buch von Frau Plankensteiner und Herr Junge aufmerksam gemacht habe?

Hat es mit eigenen finanziellen Interessen zu tun? Oder hat es gar mit der Eingangs erwähnten ideologischen Nähe zu dem einstmals strammen Nazi Heinrich Harrer zu tun, für den sich Plankensteiner zu Beginn ihrer Karriere engagiert ins Zeug legte?

 

  Plankensteiner Copy Fake

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Fotos aus dem Buch Original - Copy - Fake? Hier: Zwei von Frau Indiana Babs Plankensteiner aufgedeckte Fälscherwerkstätten in Foumban, die eine enorme Nachfrage des Antiquitätenmarktes in Europa und Amerika decken würden. Die zwei abgebildeten Herren freuten sich nicht, als "Fälscher" im Buch abgedruckt zu sein.

Resümé
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Die Fotos und Texte aus dem Buch Original-Copy-Fake? sind bereits schon weitergeleitet, werden noch in afrikanischen Botschaften ankommen und dürften dann Frau Plankensteiner (und ein paar anderen "Ethno-Akademikern") den Vorwurf des Rassismus einbringen. Sie diskriminiert einen ganzen Berufsstand sowohl in Nigeria als auch in Kamerun direkt, aber indirekt diskriminiert sie Kunsthandwerker des ganzen afrikanischen Kontinents, von deren Erlösen etwa eine Million Menschen leben. In Foumban stehen die Gießer bei Empfängen neben dem Sultan. Leicht kann man daran ablesen, welche Bedeutung und sozialen Stellenwert diese Kunsthandwerker dort besitzen. Auch dorthin wird Plankensteiners Artikel bereits gelenkt.

Wir, viele Künstler, Sammler und Händler haben die akademische Überheblichkeit und Streitsucht von Ethnologen aus mehreren Museen bis zum Anschlag satt. Von einer Gruppierung, die ausser selbstreferenziellem Geschwafel und ein paar Verschiebungen schon lange Nichts mehr zu bieten hat. Die in verstaubten Gebäuden residieren, deren Besucherzahlen seit Jahrzehnten rückläufig sind. Die dadurch zu den höchstsubventionierten Museen ohne nennenswerte Aussicht auf Einnahmen gehören. Die mit keinem pädagogischen Sinn, keiner didaktischen Erkenntnis und am allerwenigsten mit einem künstlerischen Wert auftreten. Die den Markt zerstören und ein Afrikabild in der Öffentlichkeit verzerren.

Lange ist es her, seit Ethnologen neue Erkenntnisse vorweisen konnten und Vermutungen seriös als Vermutungen ausgedrückt wurden. Wir brauchen neben denen nicht noch eine philosophisch fachfremde Kaputtmacherin, die ihrer eigenen Karriere jede Differenzierung opfert. Bei deren Ungestüm ein Schlachtfeld entsteht, auf dem die Teile von Firmen in den Trümmern der Kunstgeschichte liegen.

Dies hat im Januar 2014 die Staatsanwaltschaft Berlin auch so gesehen. Das Verfahren gegen das Labor Kotalla und die Galerie Peter Herrmann wurde eingestellt. Die Expertise von Frau Dr. Barbara Plankensteiner, Herr Dr. Peter Junge, Herr Prof. Dr. Ernst Pernicka samt ihren intrigierenden und denunzierenden Copañeros Udo Horstmann und Stephan Herkenhoff wurde somit verworfen. Abgesehen von den immensen Kosten und dem Schaden, haben wir somit zu 100 % unsere Position durchgesetzt.

 

Peter Herrmann, Nov./Dez. 2012
Mit Veränderungen im Januar 2013 und im Januar 2014


Links
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  Offener Brief an Frau Plankensteiner mit Danksagung
 
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  Expertise von Barbara Plankensteiner für das LKA mit Kommentaren
 
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  Artikel über Peter Junge
 
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  Artikel über Udo Horstmann
 
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  Artikel über Prof. Dr. Ernst Pernicka
 
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  Alterszuordnungen Artikel von Peter Herrmann
 
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  Stiftung Vergessene Kulturgüter über Hermann Forkl. Externer Link
 
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  Benin-Im Fadenkreuz Artikel in Kunst & Kontext
 
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  Ausstellung 2007. Mit vielen Auktionsergebnissen
 
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  Ausstellung 2008
 
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  Ausstellung 2009
 
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  Ausstellung 2011
 
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Beschreibung der Thermolumineszenzanalyse von den Herren Prof. Dr. Joseph Riederer & Dr. Christian Goedicke. Der ehemaliger Direktor und der leitende Forscher des Rathgen-Forschungslabor Berlin benützten ebenfalls unser Prüfmethode. (Riederers damalige Beschreibung der Bleiverfallsmessung teilen wir nicht mehr.)
 
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Externer Link zur Seite von Prof. Dr. Joseph Riederer, der, wie Peter Herrmann, die "Fälschungsschwemme" von Frau Plankensteiner in Frage stellt.
 
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  Ethnologisches Museum Berlin - Digitale Ausstellung - Vergleichsobjekte
 
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  Question?? Answer!!! What about airport X-Rays and Radiography ? - Kotalla | pdf
 
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Wikipedia - "...Bisher ist es Fälschern nicht gelungen, diese Methode der Altersbestimmung auszuhebeln, weil es offensichtlich unmöglich ist, frisch gebrannte Keramik durch künstliche Bestrahlung so „aufzuladen“, dass der zeitliche Verlauf der TL-Strahlung während des Erhitzens imitiert wird."

Anmerkung
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9.3.2013 - Mittlerweile sind Fotokopien des Artikels von Barbara Plankensteiner aus Original-Copy-Fake bei Sultan Mbombo Njoya in Foumban angekommen. Überreicht wurde ihm das Ärgernis von verschiedenen Händlern und dem in Berlin lebenden Vorsitzenden der Bamoun-Gesellschaft. Der Sultan hat bereits Schritte angekündigt.

Haupteinnahmequelle von Foumban sind Arbeiten der Kunsthandwerker. Sowohl Palast als auch viele Häuser der Gießer- und Schnitzerwerkstätten sind noch aus der Zeit enger Verbindungen des Königshauses der Bamoun unter Sultan Njoya, dem Großvater des heutigen Sultans, mit den Deutschen.

 
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