Kolumnen
Galerie Peter Herrmann
 

Eine Stuttgarter Posse

oder:

wie ein Beamter beginnt, sich selbst einen großen Nagel in den Kopf zu rammen

Eine Kolumne für Interessierte die an einem Beispiel erfahren wollen, wie es hinter den Kulissen von Handel und Ethnologie aussehen kann.

April 2001

Bei seinem Kampf gegen alles vermeintlich Böse um ihn herum hat Doktor Forkl, Leiter der Afrika-Abteilung im Linden-Museum für Völkerkunde, einen sehr fragwürdigen Vergleich erstreiten können.

Mit wahrhaft sesselfurzerischen Kleinigkeiten brachte er mich, Peter Herrmann, vor das Landgericht in Stuttgart und hat mir aus reiner Boshaftigkeit ein erkleckliches Maß an Rechtsanwaltskosten verursacht. Da seine Kosten vom Regierungspräsidium übernommen wurden, konnte er ohne Risiko für sich den Streitwert bei 50.000,- DM ansetzen. Wenn Sie gleich lesen warum, dürften auch Sie vermutlich nur noch den Kopf schütteln.

Ich skizziere Ihnen noch einmal den Ablauf, gehe auf Prozessinhalte ein und liefere Ihnen dazwischen und im Anhang neue Details einer aufschlußreichen Affäre. All dies soll Ihnen erhellend aufzeigen, warum für mehrere Interessengruppen dieser Herr Forkl ein untragbares Ärgernis darstellt.

Allerdings sind wir schon so weit, dass wir fast nichts mehr tun müssen. Herr Forkl beamt sich gewissermaßen selbst weg. Nächstes Weihnachten schenken wir ihm eine Telefonkarte mit 20 Pfennig Guthaben, damit er seine letzten Freunde anrufen kann.

Also:

Ein Schriftwechsel, von mir, Peter Herrmann, vor dem Hintergrund einer umfangreichen Studie des Instituts für Kunstgeschichte zu Kunststadt Stuttgart begonnen. Zur Situation der Galerien und Museen in Stuttgart. Getragen von mehreren namhaften Persönlichkeiten. Unterstützt vom Kulturamt. Abweisend, überheblich und voll mit inhaltlichen Fehlern vom Direktor Prof. Thiele des Linden-Museums für Völkerkunde beantwortet.

Parallel zu meinem Schriftwechsel eröffnet Herr Forkl Mitte 2000 neue Schlachtfelder. Er schwärzt auf Briefpapier des Lindenmuseums ungefragt Kollegen an, konstruiert Verschwörungen, entwirft abstruse Fälschungsvorwürfe, bezeichnet unbeteiligte Personen als Mitglieder eines "Krakenkartells" und glaubt, mit wilden Angriffen den dadurch immer umfangreicher werdenden Vorwürfen zu entkommen.

Über das Verhalten des Herrn Prof. Thiele und Herrn Dr. Forkl offensichtlich verärgert, entschloß sich Frau Kulturbürgermeisterin Dr. Magdowski eines meiner Schreiben Oktober 2000 als Dienstaufsichtsbeschwerde an das Ministerium für Wissenschaft und Kunst weiter zu leiten. Um dieser Beschwerde zu entgehen, entschloß sich Herr Forkl zum juristischen Angriff gegen mich, das vermeintlich schwächste Glied in seiner konstruierten Kette. Eine der vielen Täuschungen, denen der Herr Forkl unterlag.

Aus dem Zusammenhang genommene Satzteile eines meiner Schreiben dienten ihm dazu als Grundlage. Im Verfahren wurden diese Fragmente isoliert bewertet und außerhalb des Kontextes interpretiert. Der Rechtsanwalt von Herr Forkl änderte, ein wenig hier, ein wenig dort, meinen Satzbau um dann frei hinein zu deuten. Vor Verhandlungsbeginn reichte er schnell noch ein siebenseitiges Papier ein, das weder ich noch mein Anwalt kannte. Der Richter kannte es erstaunlicherweise schon. Insgesamt ergaben sich so 36 aufgeblasene Seiten Klageschrift, in denen nichts inhaltlich Relevantes stand. Nur persönlich Diffamierendes und immer wieder, Peter Herrmann, selbsternannt, versus Herr Doktor Forkl, anerkannt, weil in anerkannter Institution in Lohn.

Nur eines bemerkte Herr Forkl nicht. Er tat nämlich ab einem bestimmten Punkt nur noch genau was ich wollte. In seinen unüberlegten Attacken formulierte er selbst schriftlich, was wir die ganzen Jahre vorher alles nur "ahnten". Sehr zu meiner Freude lieferte Herr Forkl in seinem ungestümen Eifer immer wieder neue Details, die sich erschwerend gegen ihn selbst wenden. Dazu weiter unten.

Zunächst war es strategisch sinnvoller einen Vergleich zu akzeptieren, als zu riskieren, daß Herr Forkl auf juristischer Ebene einen Hauptschauplatz konstruiert, der mehr verschleiert als erhellt. Für ein weiteres Verständnis sind die aufgezählten Punkte so erheiternd wie aufschlußreich. Also:

Ich sage als Gegenstand eines am 23.3.2001 geschlossenen Vergleichs folgende bedeutungsschweren, fettgedruckten Sätze b. - i.) so nicht mehr, erlaube mir aber, zu kommentieren:
b. Herr Dr. Forkl hat sich um die vakante Stelle des Direktors des staatlichen Museums für Völkerkunde in München beworben.

Erläuterung: Es ist nicht möglich, sich zu bewerben. Man wird berufen. Tatsache: Er ist nicht dort und viele wissen etwas, was ich nicht mehr sagen darf.

Ich sage, so formuliert, nicht mehr:
c. Der Kläger (Herr Dr. Forkl) hat dem Beklagten Peter Herrmann unterstellt, dieser sei Mitglied einer kriminellen Vereinigung und würde diese Behauptung schriftlich und in Vorträgen, Referenzanträgen, Anfragen entsprechend aufstellen.

Richtig ist hier: er unterstellt mir, Mitglied einer dubiosen Vereinigung zu sein, die er Krakenkartell nennt. Diese Vereinigung arbeite mit einem Strahlengerät um Artefakten das von uns gewünschte Alter beizufügen. Herr Forkl bedient sich Worten wie "Fälschungen", "Interessenverflechtungen" und "Organisiert". Seine holde Gattin schreibt "Etikettenschwindel". Also wäre ich eigentlich juristisch kriminell und und dies im Verein mit Anderen. Warum ich nicht mehr sagen darf was er mir unterstellt, ist nicht ganz klar.

Weiter hieß es in meinem Schreiben. "Referenzanfragen von außerhalb beantwortet er entsprechend. Den Umfang einer Geschäftsschädigung brauche ich kaum zu erwähnen." - Nicht "Referenzanträge" wie in der Klageschrift falsch zitiert. Die wären schriftlich, dann hätte ich vor vielen Jahren schon beweisen können.

Solche falschen Wiedergaben sind vor Gericht kaum mehr zu entwirren, ein Vergleich ist somit vorprogrammiert.

Übrigens. Erst im Laufe der Auseinandersetzung mit Herr Forkl hat er durch diesen Verquickungsvorwurf herbeigeführt, daß ich nach und nach die Mitglieder dieses "Kartells" kennenlerne. Ich fühle mich sehr geehrt, in einem Zuge mit ihnen genannt zu werden. Dafür ein aufrichtiges Danke, Herr Dr. Forkl.

Aus dem Kartellvorwurf abgeleitet war folgender Satz, den ich so nicht mehr sagen darf:
d. Man kann bei Herr Dr. Forkl nur noch ein Krankheitsbild diagnostizieren.

Hier hätte ich den Geisteszustand des Herrn Dr. Forkl ungebührlich in Frage gestellt.

(Aktuelle Anmerkung. Nachdem mir Herr Doktor Forkl höchstrichterlich den Passus mit dem Krankheitsbild abvergleichte, unterstellt nun er mir seinerseits "krankhafte Art ". )

Ich sage, so formuliert, nicht mehr:
f. Herr Dr. Forkl versucht als Beamter angesehene Firmen zu ruinieren und Sammler zu diffamieren.

Auch dazu mehr weiter unten.

Ich sage nicht mehr:
g. Er hat eine Ankaufspolitik, bei der er sich noch dem Vorwurf der Veruntreuung von öffentlichen Geldern zu verantworten haben wird.

Im Wortlaut sei hier impliziert sagt der Richter, er, Herr Forkl, wäre der Veruntreuung von Geldern rechtskräftig verurteilt. Dies stimme nicht.

Stimmen tut vielmehr, er hat eine Ankaufspolitik, von der wir versuchen, sie mehr ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Siehe hier unter mehreren von mir genannten Beispielen: Ankauf einer Ibo-Maske von einem Kunststudenten. Stuttgart lachte. Keine Herkunftsangabe seitens des Verkäufers und Herrn Forkls. Doch kennt man die Posse in Stuttgart und erzählte; Provenienz: Flohmarkt Paris, Ankaufspreis DM 100.- , Dieses Objekt wurde von dem Kenner und Experten für afrikanische Kunst Herr Dr. Forkl für DM 30.000,- angekauft. Seine Kaufbegründung liegt mir schriftlich vor. Einen solchen Unsinn habe ich selten gelesen.

Den Angebotstext aus Fachliteratur abgeschrieben. Das höchste je erzielte Auktionsergebnis einer "Mwo"-Maske der Ibo von Sotheby's in New York zur Preisgrundlage gemacht und weil der Anbieter nicht nennen kann, woher die Maske stammt, 10 % Kulanz von dem Bruttoergebnis der Auktion abgezogen. Fertig ist der Ankaufspreis. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Noch böser, wer sich fragt, ob der Student Buchhaltungspflichtig war und die Verwendung des Geldes offenlegen könnte?

Authentische Masken diesen Typs wurden in Galerien in Stuttgart mehrfach zu Preisen zwischen 2.500 und 6.000,- DM angeboten. Mit und ohne Herkunftsangaben. Momentan habe ich eine im Angebot. Inklusive einem kompletten Kostüm das noch mehr Wert hat als die Maske selbst. Für DM 6.800,-

Warum hat Herr Forkl seine tolle Maske bis heute nicht der Öffentlichkeit gezeigt ?

Meine Anfrage über die Hintergründe des Ankaufs von Friseurschildern für angeblich DM 160.000,- wurde bis heute nicht beantwortet. Es wird gemunkelt er habe sie sich gar selbst abgekauft. Warum entkräftet er diese Gerüchte nicht?

Ich dürfe weiterhin nicht mehr sagen:
h. Herr Forkl ist fachlich inkompetent, er ist untätig.

Um den Richter mit seiner Karriere zu beeindrucken, zählte Herr Forkl auf sechs Seiten zur Person! Ausstellungen auf, die er maßgeblich mitgestaltet und verantwortlich gezeichnet hätte. Wir haben nun etwas genauer recherchiert. Es wird immer trauriger. Er nennt dort Ausstellungen, bei denen er in begleitenden Katalogen nicht einmal erwähnt wird. Alle einfach nur übernommen. Die einzige Ausstellung die er in 15 Jahren Aufenthalt im Linden-Museum selbst konzipiert hat, ist "Heil- und Körperkunst in Afrika". Die gilt allerdings in weiten Kreisen nichts und wurde nur von der städtischen Galerie Bad Wimpfen übernommen. Auf seine abstruse Bauchwassersuchttheorie die er in seinem Katalog äußert, habe ich in meinem Briefwechsel schon hingewiesen und eine ausgesprochen einfältige und überhebliche Belehrung zurückerhalten. Und er ist noch stolz, wieviel? drei? Amtsjahre! Planung dafür gebraucht zu haben. Aber ich darf nicht sagen, er sei untätig. Irgendwas wird er ja auch tun. Auch Nasenbohren ist, philosophisch betrachtet, ein Tun. Auch streiten ist Tun. Schön, wenn mans vom Regierungspräsidium bezahlt bekommt.

Um auf die stattliche Zahl von 14 ! Ausstellungen zu kommen, mußte er die sich nur negativ verändernde Dauerausstellung im Linden-Museum aufzählen oder Peinlichkeiten wie ein paar aufgestellte Hocker in der Stadtteilbücherei Bad Cannstatt. Oder eben Bad Wimpfen, oder er gibt, sehr unhöflich, eine Ausstellung von Prof. Kalder an, oder eine von Frau Dr. Heermann, beide ebenfalls beim Linden-Museum beschäftigt.

Deshalb scheint mir an dieser Stelle passend, folgende Kernfrage aufzuwerfen:
Warum tut Herr Dr. Forkl eigentlich was er da tut? Warum streitet er sich mit Gott und der Welt?

Um den Ruf des Hauses zu schützen, wie Herr Prof. Thiele, sein Chef im Ruhestand, glaubte zu erkennen? Der Wissenschaft durch Negation neue wichtige Erkenntnisse zu liefern? Den Standort Stuttgart zu stärken in dem man wichtige Sammlungen (plural!) unbeachtet ziehen läßt? Unfrieden zu stiften an allen Ecken und Enden um welcher Diskussionen willen? Warum hat er seit 1990 beschlossen, schlecht über mich, seit seinem Erscheinen vor 15 Jahren, permanent schlecht über viele Andere zu reden. Warum schottet er sich ab? Für welche Ziele attackiert er neuerdings so blindlings und ungestüm? Für welche wissenschaftlichen, politischen oder merkantilen Interessengruppen agiert er?

Wir glauben es zu wissen. Er will von etwas ablenken.

Ich sage, als letzter Punkt des Vergleichs, so nicht mehr:
i. Leider kann man Herr Dr. Forkl bei seinem schlechten Ruf nicht einmal mehr aus Stuttgart "wegloben".

Dann lehne ich mich also zurück und schaue mal unkommentierend zu, wohin nun die Karriere des Herrn Dr. Forkl geht. Besonders vor dem Hintergrund der laufenden Prozesse, denen Herr Dr. Forkl ausgesetzt ist.

Zwei haben die letzten Tage stattgefunden. Gegenüber der Galerie WALU aus Zürich, die als eine der angesehensten Galerien zum Thema alter afrikanischer Kunst in Europa gilt, sowie gegenüber Herr Kotalla, der sich in Haigerloch den Ruf erarbeitet hat, der führende Expertiseur weltweit in Sachen TL-Analyse zu sein, ist Herr Forkl jetzt mit seinen Fälschungstheorien beweispflichtig. Er hat nicht viel Zeit dafür. Wir sind gespannt wie die Flitzbogen, wie er diese Kurve kriegt. Allgemein geht man davon aus, daß Herr Forkl gerade seine letzten Rückendeckungen verspielt, die er in den Ämterhierarchien vielleicht noch hat. Noch scheint er vom Regierungspräsidium Finanzdeckung für seine Streiteskapaden zu bekommen. Aber da schauen einige Personen immer genauer hin.

(Anmerkung 2002: Herr Forkl hat beide Prozesse zu 100 % verloren und darf seinen Unfug nicht mehr verbreiten. Das Regierungspräsidium hat ihm untersagt, einen neuen Prozess gegen mich zu führen. Von der Kulturbürgermeisterin Dr. Jana Magdowski wurde eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn in die Wege geleitet.)

Obwohl ich immer die Position des örtlichen Fachhandels und lokalpolitische Stuttgarter Strukturinhalte vertrat, wirft mir Herr Dr. Forkl permanent und ablenkend Unwissenschaftlichkeit vor. Wer meine Arbeit kennt, weiß mit wieviel Aufwand ich meine Ausstellungen gestalte und überproportional viel Einfluß verschiedener Wissenschaften suche. Dieser Vorwurf des Herrn Dr. Forkl hat, als äußerst unkluge Keule eingesetzt, für sich schon etwas beleidigendes.

Also hat sich Herr Dr. Kübler, Vorstand der Stiftung Vergessene Kulturgüter, ebenfalls von Herr Forkl denunziert, nun die enorme Mühe gemacht, von wissenschaftlicher Seite unseren Spezialisten zurecht zu rücken. Er führte sehr detailliert aus, daß es sich bei den Attacken des Herrn Forkl nicht um einen Gelehrtenstreit handelt. Er erklärt sehr anschaulich, wie Herr Forkl Meinung, Mutmaßung und Tatsachen völlig unstrukturiert und unwissenschaftlich nach Belieben mischt.

Herr Dr. Eisenhofer, der sich in vielen Fachbeiträgen schon bekannt machte, wurde von Herr Forkl unaufgefordert bei der Oberbayrischen Regierung mit der Begründung angeschwärzt, er sei der Gefahr der Bestechlichkeit ausgesetzt, weil er mit dem Handel, namentlich Galerie WALU, zusammengearbeitet hätte. Bei der Berufung des Herrn Dr. Eisenhofer ging es übrigens um das staatliche Völkerkundemuseum München.

Ahnen Sie, warum Herr Ferkl so gesteigerten Wert darauf legte mir diese scheinbar banale Aussage "er hätte sich beworben" gerichtlich verbieten zu lassen. Es muß ihm sehr unangenehm gewesen sein, wie alle Insider eine höchst unseriöse Vorgehensweise in sein Tun hinein interpretierten.

An dieser Stelle, an der er Anderen wegen ihrer Berührung zum Handel Bestechlichkeit vorwirft, stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis nun seinerseits Herr Forkl zum belgischen Handel steht. Was bedeutet in seiner selbstverfaßten Biographie "sammeln von viel Praxiserfahrung besonders durch den Africana-Händler Jean-Jaques Massar" ?

Kennen Sie Herr Massar?

Oder reden wir einmal darüber, wie er seine Frau seit vielen Jahren mit Aufträgen aus dem Museum versorgt ? Seit ich das erste Mal diesen Punkt erwähnte, zeichnet seine Frau nur noch mit Monika Firla. Das Forkl läßt sie aus dem Doppelnamen neuerdings heraus. Auch hier ein Schelm wer böses denkt.

Auch sind wir gespannt auf den neuen Direktor des Lindenmuseums. Welche Position bezieht er gegenüber einem Mitarbeiter, der in so viel Streit verwickelt ist?

Dann warten wir auch noch auf den Verlauf mehrerer von Frau Kulturbürgermeisterin Dr. Magdowski weitergeleiteten Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Herr Forkl, die bereits im Ministerium für Wissenschaft und Kunst liegen.

Aus einer privaten Firma wäre Herr Dr. Forkl schon zehnmal gekündigt. Wie weit können Beamte eigentlich gehen, bis sie entlassen werden ?

Liebe Interessierte, die oben fettgedruckten 7 Banalitäten war übrigens schon alles, was ich als Ergebnis des Vergleichs nicht mehr sagen darf. Soviel zu einem Streitwert von DM 50.000,-

Jetzt ist der Anwalt von Herr Dr. Forkl bitterböse, glaubte er doch, nach diesem Vergleich, den er tatsächlich als ein Signal des Nachgebens seinerseits wertet, würde ich "Ruhe geben". Aber Potzblitz, der Beklagte, P. Herrmann, setzt sein "unseriöses Unwesen" fort, wie er schreibt. In Gegensatz zu ihm halte ich mein Vorgehen für äußerst seriös und werde auch so lange weiter machen, darauf ist Verlaß, bis der Herr Forkl mit seinem schädigenden Einfluß meine Objekte als das anerkennt, was sie sind oder definitiv nichts mehr zu melden hat.

Ein Fakt gilt ohnehin schon als gesichert. Mit seinen wilden Angriffen hat mir der Herr Forkl schon enormen Reputationsgewinn verschafft.

Ich formuliere also lediglich ein paar Dinge nicht mehr wie vorher, -was mir nicht schwerfällt, denn insgesamt sind die aufgezählten Punkte nun wirklich Bedeutungslosigkeiten. Vom Richter als wohlwollendes Entgegenkommen für den streitenden Herr Forkl zur Besänftigung gedacht.

Für mich das wichtigste Ergebnis des Verhandlung: Durch das was ich als Vergleichsvereinbarung nicht mehr sagen darf, ergibt sich umgekehrt, was ich noch sagen darf.

Darum fröhlich weiter.

Ein Fragment aus der öffentlichen Verhandlung des Landgerichts möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Welches Afrikabild hier gehätschelt wird, hat mich schon erstaunt.

Sehr bemerkenswert, wie vor Gericht meine mehrfach als Beispiel herangezogenen Bronzen betrachtet wurden. Köpfenickend in jovialer Einhelligkeit Richter, Rechtsanwalt und Kläger. "Das wisse man ja, wie im korrupten Afrika einflußreiche Politiker fragwürdige Objekte aufkaufen würden um sie mit mehrfachem Gewinn dann wieder auf den Markt zu werfen". Soviel zur Provenienz der Sammlung Solomon Tandeng Muna, Begründer der Nigerian and Camerounian Antiquity Commission in den fünfziger Jahren, langjähriger Vizepräsident und danach Parlamentspräsident von Kamerun im Ruhestand.

Diesen diplomatischen Affront hier in Deutschland auszutragen wurde bisher von Kameruner Seite mir überlassen. Herr Forkl kann sich jedoch schon langsam darauf einstellen, daß ihm diesbezüglich in Kamerun peinliche Fragen gestellt werden, sollte er sich jemals dort wieder sehen lassen. Die Familie Muna in Yaounde, Kamerun, ist vom Verlauf der Entwicklungen informiert.

Dort geht man sehr verärgert davon aus: wer Teile der afrikanischen Kunstgeschichte vor Neunzehnhundert leugnet und Objekte danach pauschal als wertlose Machwerke bezeichnet, macht sich als Wiederkäuer vorkolonialen Gedankenguts des Rassismus schuldig. Zu jener Zeit negierte man in Europa aus Machtinteressen kulturelle Erungenschaften sogenannter unzivilisierter Völker, damit sich vor der einheimischen Bevölkerung die Ausgaben für koloniale Eskapaden rechtfertigen ließen.

Bei seiner Promotion und anschließender Feldforschung in Kamerun mit dem Thema "Die Beziehung der zentralsudanesischen Reiche Bornu, Mandara und Bagirmi sowie der Kotoko-Staaten zu ihren südlichen Nachbarn unter besonderer Berücksichtigung des Sao-Problems" hat Herr Dr. Forkl von neuzeitlichen Sensibilitäten in Afrika offensichtlich wenig mitbekommen.

( By the way. Selbst diese Auswertung der Feldforschung, gefördert als zweijähriges Stipendium von 1983-85, ist bis heute von Herr Doktor Forkl nicht abgeschlossen )

Daß ein solches Gedankengut aus einem Völkerkundemuseum quillt, macht den Nonsens doppelt groß. Und daß dem Parlamentspräsidenten im Ruhestand Solomon Tandeng Muna Fälschungsabsichten unterstellt werden, Herr Forkl, steigert auch in Kamerun nicht Ihren Beliebtheitsgrad. S.E. Muna, 90jährig, ist in Kamerun sehr geachtet.

Mâitre Akere Muna, Vorsitzender der Kameruner Rechtsanwaltsvereinigung, und Mâitre Bernard Muna, derzeit juristischer Sonderbeauftragter der UNO in Ruanda, sind Söhne des ehemaligen Parlamentspräsidenten, aus dessen Sammlung einige der besagten Bronzen stammen. Sie erwägen gemeinsam mit Sultan Boumbo Njoja von Foumban Schritte gegen das Linden-Museum für Völkerkunde.

Da wird schon noch ein Wind herwehen. Egal mit welchen Methoden der Herr Forkl seit Jahren verhindern möchte, daß nicht ist, was seiner Meinung nach nicht sein kann. Das von Herr Forkl verursachte Ausmaß einer Rufschädigung für das Linden-Museum ist beträchtlich.

 

Werter Leser, sollten Sie nach bisheriger Lektüre vielleicht glauben meine Vorgehensweise sei überzogen, möchte ich Ihnen einmal den O-Ton des Herrn Dr. Forkl vorführen. Je mehr er aus seiner Bedeckung hervortritt, desto intensiver führt er uns vor, warum wir dringend eine personelle Veränderung anmahnen:

ist Peter Herrmann ...eine gescheiterte Existenz, der es weder in Fachkreisen, noch in Galeriekreisen zu Ansehen gebracht hat.

Die Galerie des Beklagten ist weder über Stuttgart hinaus weit bekannt im positiven Sinn, noch "renommiert" Der Beklagte hat es bis heute noch nicht fertig gebracht, Anerkennung zu finden und geschäftlich zu reüssieren. Er ist gescheitert!

Die vom Beklagten behaupteten "Zusammenarbeiten" waren mit Sicherheit nicht fruchtbar. Sie führten zur Armut des Beklagten bis hin zur Insolvenz.

Der Beklagte ist weder kompetent, noch ist seine Tätigkeit als ernsthaft zu bezeichnen.

Daß der Beklagte seine Galerie in Stuttgart zu Jahreswechsel schließen wird, ist sicherlich ein nicht gerade unerfreulicher Umstand. Er soll aber seine neue Adresse angeben und nicht einfach in Berlin untertauchen.

Frau Kulturbürgermeisterin Dr. Magdowski hätte ich einseitig benutzt und kein Gehör gefunden, sie für meine Zwecke mißbraucht. Seltsam nur: wieso schlägt Frau Dr. Magdowski dann dem Herr Professor Thiele als Direktor des Lindenmuseums zweimal höchstpersönlich die Einberufung des Arbeitskreises vor, in dem konstruktiv und intern all die Dinge besprochen werden sollten, die Herr Forkl jetzt als Tiraden endgültig nach außen trägt? Frau Dr. Magdowski befragte mich zum Thema bei mir in meiner Galerie.

Wollen Sie sich auf diese Art jetzt auch noch mit der Frau Kulturbürgermeisterin anlegen, Herr Forkl ?

Schmutzarbeit. Elaborate. Jedes meiner Schreiben ein Schmähbrief. Mir fehle jede Kompetenz. Ich schreibe nur Bösartigkeiten, Gehässigkeiten. Daß ich mich wehre sei unaufgefordert, unseriöses Agieren. Ich sei Trittbrettfahrer. Ich lüge, verbreite Unwahrheiten. Meine Fakten sind freie Einbildung. Ich sei nicht in der Lage, mich mit Literatur auseinanderzusetzen. Sachfremd. Unqualifiziert, Wahrheitswidrig. Beleidigend. Herabsetzend. Und immer wiederholend: ...daß ich eben fachlich nicht reüssierte. Reüüüüsiiierte.

Oder folgendes, Sie lesen richtig, genauso, zuerst im Radio, dann noch einmal schriftlich:
Der Stil dieser angeblichen historischen Objekte ist so eklatant modern, dass man sich als Wissenschaftler die Mühe sparen kann, die Objekte jemals im Original in Augenschein zu nehmen.

 

Als er diesen Unfug im Süddeutschen Rundfunk Kanal 2 und 4 vom Stapel ließ, haben alle, wirklich alle, die es gehört haben, nur noch völlig mitleidig den Kopf geschüttelt. Bis wohin hat sich der Herr Doktor Experte denn schon verrannt ? Er könne etwas beurteilen von dem er angibt, er hätte es auf meinen Internetseiten gesehen, das genüge.

Interessant in diesem Zusammenhang, daß die Bronzen die er meint erst seit 1996 im Netz sind, er aber schon 1991 ähnliche Sprüche vom Stapel ließ.

So geht das übrigens beliebig weiter, dies war nur ein Ausschnitt. Bitte beachten Sie noch einmal - Ich hatte nicht geklagt. Herr Forkl hat mich verklagt.

In der Verhandlung relativierte er seine haltlose Aussage vom Rundfunk von "wertlosen, häßlichen Artefakten aus den Fünfzigern" in " wertlose Artefakte für Touristen aus den Dreißigern". Auf meine Frage in der Verhandlung, für welche kamerunreisende Touristen in den dreißiger Jahren, mußte ich mich geistreich belehren lassen: "für die Engländer, die waren überall die Ersten".

Herr Forkl hat bis heute nicht begriffen, daß er systematisch durch schlechte Arbeit ein Publikum gelangweilt hat. Sein verengter und falscher Blick ergab sich maßgeblich aus der Verweigerung einer Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handel und den dort verkehrenden Sammlern. An alter afrikanischer Kunst Interessierte kamen immer weniger nach Stuttgart. Das ist genau so. Punkt.

Der Handel alleine kann nicht schaffen, was ein Leiter der Afrika-Abteilung einer solch namhaften Institution verspielt. Sein Ethno-agrarische Anwandlungen wären vielleicht für eine thematische Ausstellung relevant, interessieren aber in einer Dauerausstellung wirklich niemand.

Es waren Geschäftsleute, die entscheidend das Linden-Museum mitbegründet hatten und die Bestände füllten. Heute vertreibt Herr Forkl den ortsansässigen Handel selbstgerecht aus seinen heiligen Hallen um dann, hier soll einer die Welt verstehen, den Großhandel von außerhalb mit kunsthandwerklicher Massenproduktion für seinen Markt der Völker zu beauftragen.

Da dieser Mann mit seiner uneinsichtigen und starrköpfigen persönlichen Haltung über Jahre den Standort Stuttgart eklatant schädigte, kann nur eines helfen - ich wiederhole diesen Standpunkt als freie Meinungsäußerung noch einmal: Herr Dr. Forkl muß von seiner Position als Leiter der Afrika-Abteilung gehen.

Noch ein Detail, um diese Forderung zu unterstreichen.

Um sich beim Richter einzuschmeicheln, hat Herr Forkl Personen als Referenzen angegeben, die in Stuttgart für sein aktives Wirken bürgen sollen. Gefragt hat er von den aufgezählten Personen niemand, aber wir haben es getan.

Da sei Herr Franke von der gleichnamigen Galerie genannt. Werter Leser; Herr Franke hatte sich bereit erklärt, in der von uns vorgeschlagenen Arbeitsgruppe mitzuwirken. Noch einmal - jene hochkarätige Arbeitsgruppe, die Herr Direktor Prof. Thiele, jetzt im Ruhestand, gegenüber Frau Dr. Magdowski zweimal zugesagt aber nicht eingehalten hatte. Jenes Treffen sollte auch von Herr Forkl verursachte Mißstände zum Thema haben. Ich hatte in Anbetracht der Größe der bereits vorhandenen Ärgernisse einigermaßen höflich und allgemein geschrieben, um selbst noch einem Herr Forkl die Möglichkeit einer Annäherung zu geben.

Hat der Herr Franke sich aber geärgert, plötzlich ungefragt zur Referenz des Herrn Forkl zu werden.

Mein sehr geschätzter Freund und verdienter Stuttgarter Galerist Folkmar von Kolczynski hat vor lauter Zorn drei Nächte nicht geschlafen. Auch er plötzlich zur Referenz von Herr Forkl mutiert. Ungefragt.

Genauso ungefragt wie Frau Bofinger, genauso ungefragt Herr Tichonov, genauso ungefragt wie Andere.

Diese Referenzen sollten untermauern:
Der Herr Forkl sei tätig und der Herr Forkl sei kompetent !

Abschließend möchte ich, anknüpfend an obigen Punkt i.), daß Herr Forkl wieder weggelobt werden kann. Weit weg aus meinem schönen Stuttgart.

Aber bitte nicht nach Berlin.

Mit den besten Grüßen,
Peter Herrmann

 

Galerieinterne Links zum Thema:

Stuttgarter Nachrichten vom 24.April 2001
www.galerie-herrmann.com/arts/art6/Presse/Stgt.Nachr.L-M.htm

Stuttgarter Zeitung vom 8. Mai 2001
www.galerie-herrmann.com/arts/art6/Presse/Stgt.Zeit.8.5.01.htm

Die Ausstellung: 200 Jahre Metallkunst aus Afrika
www.galerie-herrmann.com/arts/art2/bronzen_berlin/index2.htm
www.galerie-herrmann.com/arts/art2/bronzen_stuttgart/index.htm

Meine Referenzen. Seite "Information"
www.galerie-herrmann.com/arts/art5.htm

Kolumnen
www.galerie-herrmann.com/arts/kolumnen/index.htm

Alte Kunst
Das Dauerthema Bronzen. Kommentar zu einer Ife Maske beim Auktionshaus Quittenbaum mit Expertise von Dr. Hermann Forkl.

Ein Beitrag zum Artikel Alte Kunst von Godwill Ames
...„Wer ist der Herr Doktor Hermann Forkl? Und wer sind die Herrschaften der "Vereinigung der Freunde afrikanischer Kunst", die sich als Primus inter Paris der afrikanischen Kunst darzustellen versuchen?...

Forkls Andere Moderne
...Der graublaue Anzeigenhintergrund wird durchwabert von einer dezenten Naivlichkeit der Provinienz Oshogbo, einem Zentrum für yorubaischen Devotionalienhandel in Nigeria. Mystisch streifen spirituelle Geistwesen über einen bunten Farbfleckenteppich, daß es dem Ethnologen ganz inniglich ums Herz wird...

 
 

extern

Kunststadt Stuttgart. Ein Studie des Kunsthistorischen Institutes der Universität Stuttgart
www.uni-stuttgart.de/kg1/kunststadt_stuttgart1.html - 15. Juni 2005

Stiftung vergessene Kulturgüter
Cui bono - in der Tat ! Quelle Don Quichoterie

Anmerkungen zum Artikel von Dr. Forkl in: "Tribus", Band 51/2002, "Cui bono? –
Kritische Anmerkungen zu Datierungsverfahren Für die Sonderausstellung Ife, Akan und Benin im Schmuckmuseum Pforzheim (2000)". Mit dem rechtsgültigen Vergleich vom 19. März 2002 vor dem Landgericht Stuttgart in der Streitsache René David, Inhaber der Galerie Walu gegen Dr. Hermann Forkl c/o Lindenmuseum Stuttgart hatte sich der Beklagte (Herr Dr. Forkl) rechtskräftig verpflichtet, "es zu unterlassen, folgende Behauptungen in Bezug auf den Kläger aufzustellen und /oder zuverbreiten: .......
http://www.art-svk.de/pdf/cui_bono_fin_eis_3a.pdf

 
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